VfL kehrt nach 14-Tore-Kantersieg in Dessau auf Aufstiegsplatz zurück

Am Donnerstagabend hat der VfL Gummersbach sein Nachholspiel des 28. Spieltags höchst erfolgreich bestritten. In der Anhalt-Arena in Dessau-Roßlau überzeugten die Oberbergischen vor allem in der zweiten Spielhälfte auf ganzer Linie und besiegten die Hausherren vom Dessau-Roßlauer HV 06 mit 34:20 (13:10). In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit setzte sich die Klasse der Gummersbacher erst in den letzten Minuten durch. Nach dem Seitenwechsel ließ der VfL allerdings gleich in der Anfangsphase die Muskeln spielen und spielte sich dann regelrecht in einen Rausch. Für die Gummersbacher ist es der höchste Auswärtssieg der laufenden Spielzeit und zugleich der dritte doppelte Punktgewinn auf fremdem Terrain in Serie. Insgesamt gewannen die Oberbergischen ihr fünftes Spiel in Folge.

Zu Beginn der Partie legten beide Teams einen engagierten Auftritt aufs Parkett. Zunächst legten die Hausherren vor, ehe der VfL in der sechsten Minute durch Ellidi Vidarsson mit dem 3:2 seine erste Führung verbuchte. Doch das Blatt wendete sich erneut und der DRHV 06 markierte vier Treffer in Serie und brachte die Gummersbacher so nach elf Minuten mit 3:6 ins Hintertreffen. Über gute Abwehrbewegungen kämpften sich die Oberbergischen wieder heran, die ab der sechsten Minute bereits verletzungsbedingt auf Raul Santos verzichten mussten. Folgerichtig waren nun die Gäste am Drücker, die ihrerseits einen 4:0-Lauf hinlegten und beim 7:6 durch Lukas Blohme, der insgesamt mit zehn Toren treffsicherster Schütze war, in der 17. Minute die Führung zurückeroberten.

Es entwickelte sich eine temporeiche Spielphase, in der auf beiden Seiten abwechselnd Tore fielen, bis Alexander Hermann in der 21. Minute für die erste Zwei-Tore-Führung für den VfL sorgte (10:8). Nachdem es zuvor Schlag auf Schlag ging, hatten beide Offensivreihen nun mehr Mühe damit strukturierte Angriffe bis zum Ende auszuspielen. So dauerte es fünf komplett torlose Minuten, ehe Blohme nach einem langen Pass von Matthias Puhle ins leere Tor der Dessauer traf (11:8, 26. Minute). In den letzten Minuten des ersten Durchgangs gelang es dem VfL insbesondere dank seiner weiterhin stabilen und zuverlässigen Deckungsarbeit den erarbeiteten Drei-Tore-Vorsprung mit in die Halbzeit zu nehmen. Der letzte Treffer vor der Pause ging dabei aufs Konto von Janko Božović (13:10, 30. Minute).

In die zweite Hälfte der Partie startete der VfL wie so häufig in den letzten Wochen mit besonderem Elan. Die Mannschaft von Trainer Gudjon Valur Sigurdsson hatte sich sichtbar zum Ziel gesetzt ihre Führung direkt auszubauen. Drei ganz starke Paraden von Keeper Puhle und vier Tore in Folge durch Vidarsson, Fynn Herzig, Blohme und Julian Köster erhöhten den Spielstand in der 34. Minute bereits auf komfortable 17:10. Angeführt vom nun überragenden Schlussmann spielten die Oberbergischen selbstbewusst auf und demonstrierten vorne wie hinten ihre Stärken. Über ein 21:13 (40. Minute) und 22:14 (42. Minute) pendelte sich die hohe Führung des VfL weiter ein.

Zwischen der 43. und 48. Minute gelang den Gummersbachern ein 6:0-Lauf zum 28:15, woraufhin Sigurdsson munter durchwechseln und seinen Stammkräften Verschnaufpausen geben konnte. Auch das tat dem Ergebnis keinen Abbruch. In der 55. Minute brachte Jonas Stüber sein Team gar erstmals mit 15 Treffern in Front (32:17). Auch Tom Kiesler reihte sich mit einem sehenswerten Treffer nach beidbeinigem Absprung in die Reihe der Gummersbacher Torschützen ein (33:19, 58. Minute). Die Beavers aus Sachsen-Anhalt hatten den Gästen schlussendlich nichts mehr entgegenzusetzen. Den 34:20-Endstand besorgte Kreisläufer Stüber in der 60. Minute.

Mit drei ungefährdeten Auswärtssiegen in Folge im Gepäck reisen die Gummersbacher am Freitag, den 28. Mai, zum Topspiel nach Ostwestfalen. Am 34. Spieltag der 2. HBL treffen die Oberbergischen dann mit dem TuS N-Lübbecke im direkten Duell auf einen Mitkonkurrenten um den Aufstieg.

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