VfL erwischt rabenschwarzen Tag in Fürstenfeldbruck

Der VfL Gummersbach hat am Freitagabend seine dritte Saisonniederlage im 18. Spiel hinnehmen müssen. Am 21. Spieltag der 2. HBL verloren die Oberbergischen in der Wittelsbacher-Halle gegen den TuS Fürstenfeldbruck überraschend deutlich mit 25:32 (12:17). Im Süden Deutschlands erwischten die Gummersbacher einen katastrophalen Tag und zeigten die schwächste Saisonleistung. Viele Fehler und Ballverluste brachten die Favoriten schnell ins Hintertreffen. Weder in der Offensive noch in der Defensive fanden die Blau-Weißen richtig ins Spiel und mussten sich folgerichtig nach 60 Minuten gegen druckvoll und clever aufspielende Fürstenfeldbrucker geschlagen geben.

Im ersten Spielabschnitt legten beide Teams ein sehr hohes Tempo an den Tag. Nachdem die Brucker Panther zwei Mal eine Gummersbacher Führung egalisieren konnten, erzielte Tin Kontrec nach fünf Minuten das 4:2 für den VfL. Doch auch die Hausherren präsentierten sich in der Offensive hellwach. Schnelle Abschlüsse und viele Tore auf beiden Seiten sorgten für einen 7:7-Spielstand nach gerade einmal neun Minuten. Als die Fürstenfeldbrucker die Gummersbacher daraufhin mit zwei Treffern in Folge ins Hintertreffen brachten (7:9, 12. Minute), folgte die erste Auszeit durch VfL-Coach Gudjon Valur Sigurdsson, der nun unter anderem im Tor Matthias Puhle für den bis dahin weitgehend glücklosen Diogo Valério einwechselte. Auch das brachte zunächst nicht den gewünschten Erfolg, denn der VfL musste nach mehr als einer Viertelstunde den vierten Treffer in Folge hinnehmen (7:11, 17. Minute).

Gegen die kämpferisch starke Abwehr des TuS gab es für die Oberbergischen nur schwer ein Durchkommen. Zwei Tore von Tobias Schröter verkürzten den Abstand nach 20 Minuten auf zwischenzeitlich drei Treffer (9:12), doch insgesamt blieb es ein schwacher Auftritt der Gastmannschaft, bei der sich die technischen Fehler häuften. Es folgte ein Fünf-Tore-Vorsprung der Hausherren (10:15, 26. Minute), den die Mannschaft aus dem Süden Deutschlands bis zur Halbzeitpause hielt. Beim Stand von 12:17 ging es für die beiden Teams in die Kabine.

Auch der zweite Durchgang verlief nicht nach Plan. Auf den ersten Sechs-Tore-Rückstand der Partie beim 13:19 nach 34 Minuten fanden die Oberbergischen keine passende Antwort. Neben der fehlenden Torgefahr lief es auch in der Abwehr, die sich nach 36 Minuten schon den 20. Gegentreffer einfing, alles andere als rund (14:20). Einen weiteren Wehmutstropfen mussten die Gummersbacher eine Minute später hinnehmen, als Alexander Hermann nach einem Gesichtstreffer angeschlagen ausgewechselt werden musste und sich der Rückstand Sekunden später auf sieben Tore erhöhte (14:21). Das Spiel der Oberbergischen ließ jede Dynamik vermissen, so dass es auch eine Viertelstunde vor dem Ende der Partie bei einer hohen Führung des TuS blieb (17:24, 46. Minute).

Die Schlussphase begann mit einer kleinen Aufholjagd der Gäste, die den Rückstand in der 50. Minute in Person von Julius Fanger auf 21:25 und damit vier Tore schmelzen ließ. Doch immer wieder unterliefen dem VfL Fehler, die Fürstenfeldbruck stets auszunutzen wusste. Die Gummersbacher spielten nun mit hohem Risiko und agierten in den letzten sieben Minuten mit einer 3:3-Deckung, doch den Gästen mangelte es weiterhin an der Durchschlagskraft und der letzten Überzeugung die Punkte einzufahren. Spätestens als Jonas Stüber in der 56. Minute beim Stand von 24:30 den vierten Strafwurf der Gummersbacher in der Partie verwarf, rückte ein Punktgewinn für den VfL in weite Ferne. Bis zum Ende lief bei den Gästen nichts mehr zusammen, so dass die Gummersbacher schlussendlich mit einer 25:32-Niederlage die Rückreise ins Oberbergische antreten mussten.

Nach dem erfolglosen Auswärtsauftritt im Süden Deutschlands reist der VfL in der kommenden Woche in den Norden der Republik. Am Mittwoch, den 3. März, steigt um 20 Uhr trotz der herben Niederlage der Oberbergischen das direkte Duell um die Tabellenspitze zwischen dem Handball Sport Verein Hamburg und den Gästen des VfL Gummersbach.

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