U23: Die Punkte an der Linie liegen gelassen

Foto: Nastasja Kleinjung

Am Samstagabend bestritt die U23 des VfL Gummersbach ihr erstes Auswärtsspiel der noch frühen Saison und musste sich dem Leichlinger TV mit 27:29 (10:14) geschlagen geben. Trotz eines starken Finn Schroven, der mit zehn Toren Topscorer seiner Mannschaft war, verwarfen die Oberbergischen ganze sechs Strafwürfe und ließen 22 Großchancen aus naher Distanz liegen, welche ihnen am Ende den Sieg kosteten. Trainer Goncalo Miranda war entsprechend enttäuscht von der schwachen Chancenausbeute: „Wir sind so viel besser als die andere Mannschaft. Normalerweise gewinnen wir gegen eine solche Mannschaft mit zehn Toren. Wir dürfen nicht so viele Siebenmeter verwerfen, das ist unglaublich.“

Lediglich die Anfangsphase war positiv auf Seiten der Gummersbacher. Man startete mit einer 2:0 Führung durch die Treffer von Bruno Eickhoff und Finn Schroven, fing dann allerdings an, einen Angriff nach dem nächsten herzuschenken. Die Zahl der Fehlpässe häufte sich, je länger die erste Halbzeit dauerte. Zwar konnte die junge Mannschaft von Trainer Miranda bis zur 12. Minute im Ergebnis mithalten und Leichlingens Trainer Lars Hepp nach dem 5:5 Ausgleich durch Gabriel Viana zur ersten Auszeit zwingen, baute jedoch danach stark ab und nutzte zu wenige der sich bietenden Chancen, sodass der LTV nach der Auszeit einen 9:5 Lauf starten konnte und mit einer 4-Tore Führung in die Halbzeit ging. Zusätzlich zur schwachen Offensivleistung verletzte sich VfL-Torwart Diogo Valerio in der 19. Minute, als er nach einer Parade mit dem linken Ellbogen an den Torpfosten knallte und den restlichen Spielverlauf von der Seitenlinie verfolgen musste.

Die zweite Hälfte jedoch startete der VfL stark und man konnte in der 35. Minute durch Tom Kiesler auf ein Tor verkürzen. Anstatt den Auftrieb zu nutzen, verfiel man in alte Muster und konnte auch eine doppelte Überzahl nicht nutzen und ließ gegen vier Leichlinger Angreifer zwei Tore zu. Besonders Rückraumspieler Valdas Novickis nutze die sich bietenden Räume der Gummersbacher Abwehr häufig aus und erzielte ein Tor nach dem nächsten für seine Mannschaft. Am Ende war er mit 13 Toren bester Torschütze der Partie.

Gegen Ende der Partie sorgten insbesondere Loic Kaysen (sieben Treffer) und Finn Schroven dafür, dass der VfL immer wieder auf ein Tor verkürzen konnte. Jedoch schaffte es kein blau-weißer mehr, den Spielstand auszugleichen. Hauptverantwortlich dafür war der bärenstarke Ex-Gummersbacher Dennis Stöcker, der seine Mannschaft mit seinen Paraden in Führung hielt. VfL-Trainer Miranda sieht Verbesserungsbedarf bei der Leistung seiner Mannschaft: „Wir haben, besonders in der Abwehr zu viele einfache Fehler gemacht, die der erfahrene Gegner ausnutzen konnte. Zudem ließen wir viele unserer Chancen liegen, was natürlich auch an der mangelnden Erfahrung unserer Jungs liegt. Wir werden im weiteren Verlauf der Saison noch oft gegen solche Mannschaften spielen, die teilweise wilden und chaotischen Handball spielen. Darauf müssen wir uns einstellen.“ Am Ende verlor der VfL mit 27:29.

Das nächste Spiel bestreitet die U23 am Samstag, den 18. September gegen die HSG Krefeld Niederrhein. Anwurf ist um 18:00 Uhr in der heimischen SCHWALBE arena.

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