VfL zu Hause vor Härtetest gegen Europapokalsieger Melsungen
3. September 2026
Nach dem erfolgreichen Auswärtsspiel bei den Rhein-Neckar Löwen am gestrigen Mittwochabend steht die nächste anspruchsvolle Aufgabe für den VfL Gummersbach schon in den Startlöchern. Am kommenden Samstag, den 5. September, empfangen die Oberbergischen um 20 Uhr die MT Melsungen in der SCHWALBE arena. Die Nordhessen gehen dabei als amtierender Sieger der EHF European League und Champions-League-Teilnehmer in die neue Spielzeit. „Wir sind vor Melsungen gewarnt. Es wird sicher ein großer Abwehrkampf am Samstag“, blickt VfL-Rückraumspieler Kay Smits auf die kommende Begegnung. Ein aktuell freigeschaltetes Restkontingent an Tickets für die Partie ist aktuell noch online unter vfl-gummersbach.de/tickets/ verfügbar.
Die MT Melsungen hat sich im vergangenen Juni mit dem größten Erfolg ihrer Vereinsgeschichte in die Sommerpause verabschiedet. Im Finale der EHF European League bezwangen die Nordhessen den THW Kiel und sicherten sich damit zugleich die Qualifikation für die Champions League in der aktuellen Spielzeit. In der Bundesliga lief es für die Mannschaft von Cheftrainer Roberto García Parrondo, der den Verein nach der laufenden Saison in Richtung Paris Saint-Germain verlassen wird, hingegen durchwachsen. Mit 37:31 Punkten belegte die MT am Saisonende den siebten Tabellenplatz. In der neuen Spielzeit steht die Mannschaft nun vor der Herausforderung, die zusätzliche Belastung durch die Königsklasse mit ihren nationalen Ansprüchen in Einklang zu bringen. Personell hat sich der Kader der MT im Sommer dafür prominent verändert und sorgt damit für ein Bruderduell am kommenden Spieltag. Denn neben Nationalmannschaftskapitän Johannes Golla von der SG Flensburg-Handewitt stieß mit Daniel Dujshebaev eine weitere sehr namhafte Verstärkung zu den Nordhessen. Der jüngere Bruder von VfL-Neuzugang Alex Dujshebaev wechselte wie sein Bruder vom polnischen Spitzenclub KS Kielce in die Bundesliga. Zudem kamen Luca Sigrist vom HC Kriens-Luzern und Linksaußen Dariel Garcia. Demgegenüber stehen unter anderem die Abgänge von Arnar Freyr Arnarsson, der zur SG Flensburg-Handewitt wechselte, und Amine Darmoul, der sich dem TVB Stuttgart anschloss. „Sie haben sich auf jeden Fall deutlich verbessert, spielen aber noch immer unter dem gleichen Trainer und mit dem gleichen System. Deswegen erwarten wir nichts Grundlegend anderes als in der Vergangenheit, aber eine höhere Intensität und Schnelligkeit“, analysiert Smits.
Nachdem sowohl der VfL als auch die MT am ersten Spieltag noch knappe Niederlagen einfuhren, feierten beide Teams in ihren gestrigen Spielen anlässlich des zweiten Spieltags jeweils ihren ersten Saisonsieg. Auf das 31:33 der Gummersbacher gegen den Deutschen Meister SC Magdeburg folgte ein achtbares 31:26 bei den Löwen. „Das waren zwei total unterschiedliche Spiele“, erklärt der Linkshänder: „Gestern haben wir uns belohnt und das hat uns gutgetan. Im Angriff haben wir gestern nicht so gut angefangen, aber zum Glück das Spiel noch vor der Halbzeitpause drehen können. In der zweiten Halbzeit war auch noch nicht alles optimal, aber wir haben Charakter gezeigt und uns den Sieg erarbeitet. In beiden Spielen hatten wir gute Phasen, aber wir müssen unsere Leistung insgesamt schneller auf die Platte bringen.“ Auch die Melsunger mussten sich zunächst auswärts knapp mit 31:32 gegen die Füchse Berlin geschlagen geben, ehe sie gestern in ihrem ersten Heimauftritt auf ganzer Linie überzeugten und FRISCH AUF! Göppingen mit 31:18 bezwangen. „Dort haben sie gezeigt, wie stark sie ihre Abwehr in Kombination mit den Torhütern stellen können. Wir wissen, was auf uns zukommt. Deshalb müssen wir schlau sein und einen gut strukturierten Plan parat haben“, so Smits.
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