VfL will in Wetzlar den zweiten Saisonsieg holen

17. September 2026

Foto: Nastasja Kleinjung

Nach der 28:33-Niederlage in Berlin am vergangenen Sonntag wartet auf den VfL Gummersbach am kommenden Sonntag, den 20. September, die nächste Auswärtsaufgabe in der Opel HBL. Um 16:30 Uhr empfängt die HSG Wetzlar die Oberbergischen in der Buderus Arena. Für die Mannschaft von Chefcoach Gudjon Valur Sigurdsson geht es dabei darum, nach der Niederlage in Berlin wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden. „Das Spiel ist genauso wichtig wie jedes andere Spiel auch. Am Ende geht es um zwei Punkte und die wollen wir haben“, sagt VfL-Kreisläufer Štěpán Zeman.

Die HSG Wetzlar hat im Sommer erneut einen personellen Umbruch vollzogen. Sieben neue Spieler stießen zum Kader von Cheftrainer Runar Sigtryggsson, der seit Dezember 2025 an der Seitenlinie der Mittelhessen steht und nun erstmals eine komplette Vorbereitung mit seiner Mannschaft absolvieren konnte. Im Fokus der Kaderplanung stand dabei insbesondere die Defensive. Nach einer schwierigen Vorsaison, in der Wetzlar erst am letzten Spieltag den Klassenerhalt sicherte, sollen die Neuzugänge für mehr Breite und Flexibilität in der Abwehr sorgen. Auch im Tor gibt es mit László Bartucz einen neuen Gespannspartner für Bart Ravensbergen. Im Angriff gilt es für die Hessen den Abgang ihres Top-Torschützen Philipp Ahouansou zum TVB Stuttgart zu kompensieren. Trotz der personellen Veränderungen formulierten die Verantwortlichen vor Saisonbeginn das klare Ziel, den Klassenerhalt diesmal frühzeitiger zu sichern. Dabei setzt Wetzlar nicht nur auf kurzfristige Ergebnisse, sondern auch darauf, die vielen neuen Spieler möglichst schnell zu einer funktionierenden Einheit zu formen. „Wetzlar spielt mit viel Energie und verfügt über eine gute individuelle Qualität. Auch wenn vielleicht noch nicht alles perfekt läuft, darf man sie auf keinen Fall unterschätzen“, warnt Zeman.

In der laufenden Spielzeit wartet die HSG noch auf ihren ersten Sieg. Zum Auftakt unterlagen die Mittelhessen der SG BBM Bietigheim zu Hause mit 33:35, anschließend mussten sie sich beim TBV Lemgo Lippe mit 27:31 geschlagen geben. Am dritten Spieltag erkämpfte sich Wetzlar gegen den ThSV Eisenach ein 31:31-Unentschieden und damit den bisher einzigen Punkt. Am vergangenen Sonntag gab es in Magdeburg beim 30:38 erneut keine Punkte zu holen. „Dennoch hat Wetzlar schon gezeigt, dass sie eine unangenehme Mannschaft sein können. Gerade auswärts müssen wir deshalb konzentriert sein und ihnen möglichst wenige einfache Chancen geben.“ Für den VfL wird es deshalb darauf ankommen, die eigene Stärke im Tempospiel auf die Platte zu bringen und – anders als noch bei der Niederlage in Berlin – im Abschluss effektiver zu sein. Dass es sich bei Wetzlar um den ersten Gegner in dieser Saison handelt, der aktuell in der unteren Tabellenhälfte steht, spielt für Zeman in der Vorbereitung keine Rolle. „Bislang können wir unsere Gegner noch nicht anhand ihrer Tabellenplatzierung beurteilen. Es wurden erst vier Spieltage absolviert, und es ist schwierig, sich darauf zu stützen“, so der Tscheche.

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