VfL Gummersbach will in Dessau ins DHB-Pokal-Achtelfinale einziehen
21. September 2026
Nach dem gestrigen 36:33-Sieg in Wetzlar steht für den VfL Gummersbach in dieser Woche die nächste Pflichtspielaufgabe auf dem Programm. In der 2. Runde des DHB-Pokals gastieren die Oberbergischen beim Zweitligisten Dessau-Roßlauer HV 06. Die Begegnung ist für Mittwoch, den 23. September, um 19 Uhr angesetzt und findet in der Anhalt-Arena in Dessau statt. Für den VfL bildet die Partie den Einstieg in den diesjährigen Pokalwettbewerb, nachdem die Mannschaft von Cheftrainer Gudjon Valur Sigurdsson als Viertplatzierter der vergangenen Saison die erste Runde des Wettbewerbs überspringen konnte. „Wir freuen uns, endlich wieder im Pokal spielen zu dürfen, egal, gegen welchen Gegner es geht“, äußert sich VfL-Rechtsaußen Lukas Blohme. „In diesem Fall sind wir auswärts in Dessau gefragt, aber das ändert unsere Zielvorgabe nicht. Wir wollen in die nächste Runde einziehen und dafür geben wir alles.“
Der Dessau-Roßlauer HV 06 hat sich in der ersten Runde mit einem 32:28-Auswärtserfolg beim ASV Hamm-Westfalen für das Duell mit dem VfL qualifiziert. Die Mannschaft von Trainer Vanja Radic ging dabei mit einer personell schwierigen Vorbereitung in die neue Saison, denn mit Martin Březina verletzte sich bereits beim Medizincheck ein wichtiger Neuzugang am Kreuzband, für den Mihkel Löpp nachverpflichtet wurde. Auch Rückraumspieler Julius Drachau und Kreisläufer Luka Baumgart stehen den Dessauern aufgrund längerfristiger Verletzungen derzeit nicht zur Verfügung. Zudem zog sich Jakub Powarzyński, der erst kurz vorher sein Comeback gefeiert hatte, vor anderthalb Wochen gegen Eintracht Hagen einen Ermüdungsbruch im linken Schienbein zu. Trotz des anhaltenden Verletzungspechs wollen die Dessauer nach einer vergangenen Spielzeit, in der sie bis zur Winterpause sogar in der Nähe der Aufstiegsplätze lagen, auch in dieser Saison eine gute Rolle in der 2. HBL spielen. In den bisherigen vier Ligaduellen gab es für die Biber einen Heimsieg gegen die Eulen Ludwigshafen (31:29) und drei Niederlagen, davon eine knapp gegen den VfL Eintracht Hagen (31:32) und eine Neun-Tore-Niederlage beim TV Emsdetten (25:34). Mit nur zehn Feldspielern traten die Dessauer zudem am vergangenen Freitag bei TuS Ferndorf an und verloren mit 39:33. Dass der Zweitligist dennoch seit Jahren für seine Widerstandsfähigkeit bekannt ist, weiß Blohme aus eigener Erfahrung. „In unserem Aufstiegsjahr in der zweiten Liga haben wir in Dessau zu spüren bekommen, wie schwer es dort sein kann, weil sie niemals aufgeben und eine super Stimmung in der Halle haben. In diesem Spiel haben wir dort hoch geführt und am Ende doch noch verloren“, erinnert sich der Linkshänder an den letzten Vergleich beider Teams, den die Dessauer mit 33:32 für sich entscheiden konnten. Auch die bevorstehende Reise nach Sachsen-Anhalt will Blohme nicht auf die leichte Schulter nehmen: „Wir wissen, dass Dessau eine starke Zweitligatruppe zusammen hat und besonders zu Hause gefährlich ist. Dass sie ihre Stärken ausspielen, müssen wir vermeiden. Wir wollen unseren VfL-Handball spielen und am Ende in die nächste Runde einziehen.“
Dazu gilt es für die Oberbergischen, die Partie von Beginn an konzentriert anzugehen und die eigene spielerische Qualität nach dem Auswärtserfolg gegen Wetzlar diesmal über die komplette Distanz auf die Platte zu bringen. „Wir waren über weite Strecken in Wetzlar das deutlich stärkere Team. Das haben wir auch über drei Viertel des Spiels gezeigt, aber am Ende viele technische Fehler gemacht und einfache Bälle verschenkt, sodass Wetzlar noch einmal herankam. Diese Fehler müssen wir in Dessau abstellen, denn das ist nicht das, was wir zeigen wollen. Nichtsdestotrotz sind wir zufrieden, dass wir einen Auswärtssieg holen konnten, und das wollen wir auch in Dessau“, so Blohme.
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