VfL gastiert am Samstag beim Rekordmeister THW Kiel
30. September 2026
Nach dem missglückten Auftakt in die EHF European League bei der gestrigen 34:38-Niederlage gegen PGE Wybrzeża Gdańsk steht für den VfL Gummersbach am kommenden Samstag, den 3. Oktober, bereits die nächste anspruchsvolle Aufgabe in der Opel HBL auf dem Programm. Am siebten Spieltag gastiert die Mannschaft von Cheftrainer Gudjon Valur Sigurdsson beim Rekordmeister THW Kiel. Anwurf in der MERKUR Ostseehalle ist um 18 Uhr. „Ich freue mich wirklich sehr darauf. Zum ersten Mal in Kiel zu spielen, ist etwas Besonderes, vor allem in einem Spitzenspiel“, äußert sich VfL-Neuzugang Nikola Roganović: „Wir haben großen Respekt vor Kiel und ihrer Qualität, aber wir glauben auch an uns selbst und wissen, wozu wir fähig sind.“
Der THW verfügt über einen Kader mit zahlreichen erfahrenen Nationalspielern und internationalen Topspielern. Neben den langjährigen Leistungsträgern wie Andreas Wolff, Domagoj Duvnjak, Rune Dahmke und Hendrik Pekeler sorgen die Neuzugänge Julian Köster und Domen Makuc für neue Impulse. Köster, der im Sommer vom VfL nach Kiel wechselte, bildet gemeinsam mit Duvnjak und Dahmke das neue Kapitänstrio der Zebras. Makuc kam vom FC Barcelona und hat sich in den ersten Saisonspielen bereits als wichtiger Faktor im Kieler Rückraum etabliert. Auf dem Cheftrainerposten hat Börge Lund im Sommer die Nachfolge von Filip Jicha angetreten, der nach der vergangenen Spielzeit von seinen Aufgaben freigestellt worden war. Nach einer Saison ohne Titel und mit Platz sechs in der Bundesliga sind die Kieler zum ersten Mal seit 33 Jahren in dieser Spielzeit nicht in einem europäischen Wettbewerb vertreten. In der Bundesliga, in der sie am heutigen Mittwochabend zunächst noch auswärts beim SC Magdeburg gefordert sind, ehe am Samstag das Duell mit dem VfL folgt, haben sie bisher auf voller Linie überzeugt. „Kiel ist eine sehr starke Mannschaft mit viel Qualität und Erfahrung, und sie sind sehr gut in die Saison gestartet. Deshalb wissen wir genau, dass es ein sehr schwieriges Spiel wird“, so der Schwede. Nach Siegen gegen den TBV Lemgo Lippe (35:27), die SG BBM Bietigheim (36:28), die TSV Hannover-Burgdorf (29:26), den ThSV Eisenach (28:27) und einem 31:31 im Nordderby gegen die SG Flensburg-Handewitt stehen die Kieler mit 11:1 Punkten noch ohne Niederlage da.
Für die Oberbergischen ist die Partie nach den vergangenen Wochen ein weiterer Härtetest. Nach drei Pflichtspielsiegen hintereinander setzte es gestern einen herben Rückschlag, aus dem es nun die richtigen Konsequenzen zu ziehen gilt. „Für uns wird der Schlüssel darin liegen, die vollen 60 Minuten als Mannschaft zu spielen. Wir müssen in der Abwehr stark sein, das Spiel mit hohem Tempo gestalten und unsere Chancen im Angriff nutzen. Wenn wir in den wichtigen Momenten ruhig bleiben und unser Spiel durchziehen können, haben wir die Chance, in Kiel etwas mitzunehmen“, analysiert Roganović.
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