Gummersbach verliert zum Rückrundenauftakt in Lübeck

Foto: Nina Brüggemann

Der VfL Gummersbach hat am Freitagabend sein erstes Ligaspiel im Kalenderjahr 2022 hinter sich gebracht und kehrt ohne Punkte im Gepäck aus dem Norden Deutschlands zurück in die Heimat. Beim VfL Lübeck-Schwartau verlor die Mannschaft von Cheftrainer Gudjon Valur Sigurdsson am 20. Spieltag mit 29:31 (14:15). Für die Oberbergischen war es die insgesamt fünfte Saisonniederlage. Über lange Strecken der ersten Halbzeit hatten die Gummersbacher die Partie fest im Griff, ehe die Lübecker den Spielstand kurz vor der Pause zu ihren Gunsten drehten. In Hälfte zwei waren die Gastgeber am Drücker, auch wenn sich der VfL aus Gummersbach immer wieder bis aufs Unentschieden herankämpfte und die Chance zur Führung mehrfach aus der Hand gab.

Mit zwei technischen Fehlern und einem 0:2-Rückstand nach zwei Minuten starteten die Oberbergischen denkbar schwach in die Partie, ehe Janko Božović in Minute drei das erste Tor für die Gäste per Strafwurf erzielte (1:2). Martin Nagy, der zwischen den Pfosten der Gummersbacher begann, leitete mit vier Paraden in Folge die nächsten Gegenangriffe ein, die die Oberbergischen nun eiskalt nutzten und nach einem 5:0-Lauf mit 5:2 in Führung gingen (8. Minute). Nach der darauffolgenden Auszeit der Lübecker kamen die Hausherren wieder etwas besser in Fahrt, ohne dass die Gummersbacher die Spielkontrolle abgaben. In der 13. Minute erzielte Julius Fanger, der für den kranken Raul Santos auf Linksaußen einsprang, einen Tempogegenstoß zum zwischenzeitlichen 7:4.

Vor allem die Defensive der Oberbergischen lieferte eine überzeugende Vorstellung ab und stellte die Schwartauer immer wieder vor Probleme. Noch schwieriger wurde es für die Gastgeber, als Martin Waschul in der 17. Minute nach einem überharten Einsteigen gegen Ole Pregler, der sich dadurch im Gesicht verletzte, die rote Karte sah. Mit seinem vierten Siebenmeter-Treffer erhöhte Božović mit dem folgenden Strafwurf auf 9:6. Auf der Gegenseite parierte Nagy in Minute 20 sowohl einen Siebenmeter der Lübecker als auch den folgenden Nachwurf. Dennoch gelang es den Norddeutschen mit drei Toren in Folge in der 23. Minute wieder bis auf einen Treffer aufzuschließen (11:10). In einer eher wirren Phase der Begegnung verloren die Gummersbacher ihren Faden, so dass sie in der 28. Minute den 13:13-Ausgleich hinnehmen mussten. Nach der Auszeit durch Sigurdsson 40 Sekunden vor Schluss beim Stand von 14:14 verpasste seine Mannschaft zudem in Person von Fynn Herzig die Chance zur erneuten Führung. Stattdessen mussten die Gummersbacher gar noch einen knappen 14:15-Halbzeitrückstand hinnehmen, als die Gastgeber kurz vor dem Pausenpfiff noch ihren Gegenangriff verwandelten.

In einem munteren Auftakt in den zweiten Durchgang der Begegnung behielten die Hausherren zunächst die Oberhand, ehe der VfL aus Gummersbach mit zwei Toren in Folge zum 18:18 ausglich (38. Minute). Auf den erneuten Ausgleich durch Fanger zum 19:19 in der 39. Minute antworteten die Schwartauer jedoch ebenfalls mit zwei Toren hintereinander, was Sigurdsson zur prompten Auszeit und dem Torhüterwechsel bewegte (19:21, 40. Minute). Doch auch in der Folge taten sich die Gäste weiterhin schwer, so dass die Gummersbacher in der 44. Minute erstmals mit drei Toren ins Hintertreffen kamen (21:24).

Immer wieder kämpften sich die Oberbergischen heran, doch auch die Lübecker fanden stets ihre Wege durch die nicht mehr so stabile Abwehr der Gäste. In der 48. Minute lagen die Hausherren noch mit drei Toren vorne (24:27), doch durch ihren unermüdlichen Einsatz und schnelle Tore im Angriff erkämpften sich die Gummersbacher durch drei Treffer in Folge den 27:27-Ausgleich durch Lukas Blohme (52. Minute). Zwei Paraden von Tibor Ivanišević ebneten die Möglichkeit wieder selbst in Führung zu gehen, doch diese nutzten die Gummersbacher nicht. Stattdessen legten weiterhin die Norddeutschen vor, während die Oberbergischen nachzogen (29:29, 57. Minute). Technische Fehler auf beiden Seiten mündeten in den Showdown in der letzten Spielminute, in der die Schwartauer 45 Sekunden vor Schluss einen Strafwurf zugesprochen bekamen. Diesen verwandelten die Hausherren (29:30), woraufhin Sigurdsson die letzte Auszeit nahm. Den letzten Angriff vertändelten die Gummersbacher jedoch, so dass die Schwartauer noch einmal in Ballbesitz kamen und den Sieg mit einem letzten Tor mit dem Schlusspfiff perfekt machten (29:31).

Das erste Heimspiel in der 2. HBL in diesem Kalenderjahr wartet in der kommenden Woche auf den VfL Gummersbach. Am Mittwoch, den 16. Februar, um 19 Uhr trifft der Tabellenführer der 2. HBL auf den VfL Eintracht Hagen.

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