Gummersbach schrammt in Kiel an Punkten vorbei
3. Oktober 2026
Am Samstagabend hat der VfL Gummersbach am siebten Spieltag der Saison 2026/27 in der Opel HBL die dritte Niederlage einstecken müssen. Beim THW Kiel verlor das Team von Chefcoach Gudjon Valur Sigurdsson in der MERKUR Ostseehalle mit 26:29 (15:13). In einer spannenden und bis zum Ende offenen Partie hatten die Gäste über weite Strecken die besseren Karten. Etwa 20 Minuten vor dem Ende schafften es die Gastgeber allerdings, die Führung zu erobern und ließen sich trotz großer Bemühungen des VfL die Punkte nicht mehr nehmen.
Die Anfangsviertelstunde der Partie gehörte vom Anpfiff weg den Gästen aus Nordrhein-Westfalen, die durch den Treffer von Miro Schluroff die erste Führung erzielten (1:0, 2. Minute). Auf der Gegenseite hielt Bertram Obling gleich die ersten beiden Würfe des Ex-Gummersbachers Julian Köster. Zudem verlieh Rückkehrer Tom Kiesler nach seiner Verletzungspause der Abwehr des VfL zusätzliche Stabilität. Über das 3:1 (5. Minute) und das 7:4 (10. Minute) – jeweils durch Tore von Ellidi Vidarsson – setzten sich die Oberbergischen langsam ab. Die Blau-Weißen spielten ihre Angriffe souverän und zielsicher aus und gingen in der 13. Minute dank des Treffers von Nikola Roganović erstmals mit vier Toren in Führung (9:5).
Bis zum 11:7 durch Mathis Häseler (18. Minute) hielten die Gummersbacher ihren Vorsprung konstant, ehe die Kieler ihrerseits die Intensität erhöhten und durch drei Tore in Folge den Anschluss wiederherstellten (11:10, 23. Minute). Den Gästen gelang es jedoch, einen kühlen Kopf zu bewahren und der aufkommenden Druckphase der Gastgeber entgegenzuwirken. Ein Doppelpack von Vidarsson und Schluroff erhöhte die Führung wieder auf drei Tore (14:11, 26. Minute). Bis zum Halbzeitpfiff blieb die Partie intensiv, doch die Oberbergischen behaupteten einen knappen Vorsprung und nahmen eine 15:13-Führung mit in die Kabine.
Zu Beginn des zweiten Durchgangs wurde es ruppig auf der Platte, weil beide Teams körperbetont verteidigten und um jede Torchance rangen. Bis zum 18:16 durch Mathis Häseler in Minute 35 blieben die Blau-Weißen in Front, ehe ein 4:0-Lauf des Rekordmeisters die Partie auf den Kopf stellte und den VfL erstmals im gesamten Spiel in Rückstand brachte (18:20, 43. Minute). Insbesondere THW-Keeper Andreas Wolff war in dieser Phase ein entscheidender Faktor und brachte die Schützen der Gäste zur Verzweiflung. Die Gummersbacher ließen sich nicht abschütteln und kamen durch zwei von Miloš Vujović verwandelte Strafwürfe in doppelter Überzahl zum 20:20-Ausgleich (44. Minute).
Erneut war es jedoch Wolff, der das Kieler Tor regelrecht vernagelte und durch seine Paraden die Basis für vier THW-Treffer in Serie schuf (20:24, 49. Minute). Zudem musste Vidarsson in derselben Minute die dritte Zweiminuten-Strafe hinnehmen und wurde damit des Spielfelds verwiesen. Die Blau-Weißen mühten sich daraufhin, den Zugriff auf das Spiel insbesondere in der Offensive wiederzufinden, konnten den Rückstand aber nicht mehr entscheidend eindämmen. Mit dem 24:27 verkürzte Roganović in der 56. Minute zwar noch einmal auf drei Treffer, nur zwei Minuten später lagen allerdings erstmals fünf Treffer Abstand zwischen den beiden Mannschaften (24:29). Der Rückstand erwies sich letztlich als zu hoch und so verlor der VfL die Begegnung mit 26:29.
Am kommenden Dienstag, den 6. Oktober, wartet die nächste Auswärtsaufgabe auf den VfL Gummersbach. Um 20:45 Uhr steht das zweite Gruppenspiel in der EHF European League beim spanischen Vertreter Dicorpebal Logroño La Rioja auf dem Programm.




