Gummersbach bringt zwei Punkte aus Wetzlar mit

20. September 2026

Foto: Jenniver Röczey

Am frühen Sonntagabend hat der VfL Gummersbach seinen zweiten Saisonsieg in der Spielzeit 2026/27 perfekt gemacht. In der Buderus Arena gewann die Mannschaft von Cheftrainer Gudjon Valur Sigurdsson am fünften Spieltag mit 36:33 (20:15) gegen die HSG Wetzlar. Von Beginn an legten die Oberbergischen einen konzentrierten Auftritt auf die Platte und wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. In der zweiten Halbzeit verloren die Gummersbacher nach einer souveränen Neun-Tore-Führung jedoch den Faden, machten die Partie noch einmal spannend und verpassten dadurch einen höheren Auswärtserfolg. In der Opel HBL weist der VfL nunmehr ein ausgeglichenes Konto von 5:5 Punkten auf.

Über viel Tempo fanden beide Mannschaften in den Anfangsminuten gut ins Spiel. Der VfL setzte dabei von Beginn an auf spielerische Kreativität und fand die nötige Präzision im Abschluss. Auf das Gegentor zum 0:1 folgten die ersten Treffer durch die beiden Außenspieler Lukas Blohme und Tilen Kodrin zur ersten Gummersbacher Führung (2:1, 3. Minute). Bis zum 4:4 nach fünf Minuten blieb die Begegnung pari, ehe die Blau-Weißen über ihre kompakte Defensive immer wieder zu Ballgewinnen kamen und über die zweite Welle selbst leichte Tore erzielten. Gleich fünf Treffer in Folge schraubten den Spielstand zugunsten der Gäste auf 9:4 (10. Minute). Auf die vierte Parade von VfL-Torhüter Bertram Obling folgte in der 15. Minute der Treffer zum 12:7 durch Kristjan Horžen nach feinem Anspiel von Miro Schluroff.

Es entwickelte sich eine ausgeglichene Phase, in der die Wetzlarer in Reichweite blieben, während die Gummersbacher weiterhin das Spielgeschehen bestimmten. In der Offensive konnten sie dabei nicht ganz an die Effektivität der Anfangsphase anknüpfen, setzten jetzt aber vermehrt auch über den Rückraum Akzente. Ein Doppelpack von Alex Dujshebaev und Kay Smits sorgte für einen zwischenzeitigen Sieben-Tore-Vorsprung (18:11, 26. Minute). Bis zum Halbzeitpfiff gelang es den Hausherren jedoch, wieder zwei Tore aufzuholen, sodass es mit einem 20:15-Zwischenstand für beide Teams in die Kabine ging.

In der zweiten Halbzeit bot sich ein ähnliches Bild wie im ersten Durchgang. Über einen starken Abwehr-Torhüter-Verbund mit dem sicheren Rückhalt von Obling und einen soliden Angriff zogen die Oberbergischen in der 37. Minute mit 26:18 davon. Horžen, der von seinen Kollegen ein ums andere Mal gut in Szene gesetzt wurde, erhöhte die Führung seiner Mannschaft in der 40. Minute erstmals auf neun Tore. Ein kurzes Zwischentief des VfL mündete daraufhin jedoch in einen 3:0-Lauf der HSG, der den Vorsprung des Sigurdsson-Teams auf sechs Tore schmelzen ließ (29:23, 42. Minute).

Die Gummersbacher agierten nun deutlich fahriger als zuvor und ließen die Dominanz des bisherigen Spielverlaufs vermissen. Auf das Tor von Mathis Häseler zum 30:23 (44. Minute) folgten erneut drei Tore in Folge der Gastgeber, woraufhin der Vorsprung der Blau-Weißen in der 49. Minute nur noch vier Treffer betrug (30:26). Erst jetzt gelang es den Gästen, den Schalter wieder umzulegen. Drei Tore hintereinander durch Roganović, Schluroff und Horžen zum 33:26 nach 53 Minuten untermauerten zunächst die Siegesambitionen der Gäste, doch die Hausherren hatten erneut eine Antwort parat. Vier Tore der HSG in Serie gestalteten das Spiel noch einmal offen (33:30, 58. Minute), ehe Häseler eine Minute vor dem Abpfiff für die Vorentscheidung sorgte (34:30) und das Spiel schließlich mit 36:33 sein Ende fand.

Zum nächsten Pflichtspiel reist der VfL Gummersbach am kommenden Mittwoch, den 23. September, in die Dessauer Anhalt-Arena. Um 19 Uhr trifft das Sigurdsson-Team in der zweiten Runde des DHB-Pokals dort auf den Zweitligisten Dessau-Roßlauer HV 06.