Deutlicher Heimsieg gegen Pelister verschafft VfL gute Ausgangslage in der European League
13. Oktober 2026
Am Dienstagabend ist dem VfL Gummersbach der zweite Erfolg in der diesjährigen Gruppenphase der EHF European League geglückt. Am dritten Spieltag besiegte der Bundesligist den nordmazedonischen Konkurrenten HC Eurofarm Pelister mit 38:28 (20:15). Vor 3.177 Zuschauern in der SCHWALBE arena lieferte die Mannschaft von Chefcoach Gudjon Valur Sigurdsson eine über weite Strecken souveräne Vorstellung ab und sicherte sich so den ersten Heimsieg im Wettbewerb in der laufenden Saison. Mit 4:2 Punkten klettern die Oberbergischen nach der Hälfte der Gruppenphase in der Gruppe G auf den ersten Tabellenplatz.
Nach den ersten beiden unglücklichen Gegentoren zum 0:2 (2. Minute) legten auch die Gummersbacher los und markierten durch zwei Treffer von Nikola Roganović und Mathis Häseler den 2:2-Ausgleich (4. Minute). Der Bundesligist stellte eine stabile Abwehr und übernahm durch drei Tore in Folge seinerseits eine Zwei-Tore-Führung (5:3, 8. Minute). Doch auch der Kontrahent aus Nordmazedonien blieb am Drücker, sodass sich eine Anfangsphase auf Augenhöhe entwickelte, in der die Gäste nach zwölf Minuten erneut zum Ausgleich kamen (7:7), ehe wiederum die Gastgeber mit zwei Treffern nachlegten (9:7, 14. Minute).
Auch wenn es dem VfL zunächst noch nicht gelang, sich einen höheren Vorsprung herauszuspielen, erwies sich das Sigurdsson-Team im weiteren Verlauf als die spiel- und tempobestimmende Mannschaft. Eine Balleroberung in der Abwehr und der lange Wurf ins leere Tor durch Keeper Bertram Obling sorgten dafür, dass sich die Oberbergischen in der 19. Minute erstmals mit drei Treffern absetzten (12:9), ehe Häseler und Ellidi Vidarsson sogar zum 14:9 nachlegten (21. Minute). Die Gummersbacher traten nun deutlich selbstbewusster auf und nutzten ihre Chancen in der Offensive konsequenter. So gelang es dem Bundesligisten, den soliden Fünf-Tore-Abstand bis zum Seitenwechsel zu wahren (20:15, 30. Minute).
Auch in die zweite Halbzeit startete der VfL konzentriert und generierte in der Defensive zahlreiche Ballgewinne. Immer wieder kamen die Hausherren dadurch über lange Bälle ins leere Tor von Pelister zum Erfolg, wie beispielsweise beim 22:17 durch Kristjan Horžen in der 33. Minute. Zwischen den Pfosten der Oberbergischen stand nun Ignacio Biosca, der mit drei Paraden in Folge die ersten Akzente setzte und es seinen Mannschaftskollegen ermöglichte, die Führung auf 26:18 hochzuschrauben (38. Minute).
Die Gummersbacher dominierten die Partie nun deutlich und ließen Eurofarm nicht mehr zurück ins Spiel kommen. Mit einer Neun-Tore-Führung ging es für die Gastgeber in die Schlussviertelstunde (30:21), in der Sigurdsson munter durchwechselte. Nach einer weiteren Parade des starken Biosca und dem anschließenden Treffer von Roganović aus zehn Metern stand erstmals ein zweistelliger Vorsprung auf der Anzeigetafel (33:23, 49. Minute). Auch in den letzten Minuten ließen die Oberbergischen nichts mehr anbrennen und brachten den deutlichen Vorsprung souverän ins Ziel. Mit seinem neunten Treffer des Tages setzte Alex Dujshebaev in der 59. Minute mit dem 38:28 den Schlusspunkt der Begegnung.
Nach zuletzt zwei erfolgreichen Partien in der EHF European League ist der VfL Gummersbach am kommenden Freitag, den 16. Oktober, wieder in der Opel HBL gefordert. Um 20 Uhr gastieren die Oberbergischen auswärts beim ThSV Eisenach.
Trainerstimmen:
Gudjon Valur Sigurdsson (VfL Gummersbach): Das war heute eine sehr gute Performance von den Jungs und eine konzentrierte Leistung. Wir waren sehr geduldig in der Abwehr und in der ersten Halbzeit im Sieben-gegen-sechs. Das haben wir wirklich gut gemacht und uns so gute Chancen herausgespielt. Wir waren aber auf der anderen Seite wirklich effektiv, haben wenige Fehler gemacht und hatten eine gute Wurfquote. Wir haben dann Stück für Stück ein paar Tore Vorsprung aufbauen können und deswegen bin ich sehr, sehr zufrieden und glücklich mit diesem Sieg.
Lino Červar (HC Eurofarm Pelister): Wir wussten vorher, dass das heute ein sehr schweres Spiel wird. In der ersten Viertelstunde haben wir gut gespielt und mitgehalten, aber gerade in der zweiten Halbzeit hat Gummersbach dann seine ganze Klasse gezeigt. Es ist ganz normal, dass sie, wenn sie ihre gesamte Qualität auf die Platte bringen, dann auch die bessere Mannschaft sind. Ich hoffe, dass wir im Rückspiel ein anderes Spiel zeigen können.




