Gummersbach nach dramatischer Schlussphase mit Remis in Eisenach

16. Oktober 2026

Foto: Christian Heilwagen

In einem bis zur letzten Sekunde hochspannenden Bundesligaspiel hat der VfL Gummersbach am Freitagabend die zweite Punkteteilung der Saison eingefahren. In der Werner-Aßmann-Halle trennte sich die Mannschaft von Cheftrainer Gudjon Valur Sigurdsson vom gastgebenden ThSV Eisenach mit 28:28 (15:14). In einer abwechslungsreichen Partie, die über weite Strecken auf Augenhöhe geführt wurde, hatten die Gummersbacher zwar häufiger die Nase vorn, erlaubten sich dann aber immer wieder entscheidende Fehler. Mit 8:8 Punkten rangieren die Oberbergischen aktuell auf dem zehnten Tabellenplatz.

Auf den ersten Rückstand im Spiel (0:1, 2. Minute) folgte durch die Tore von Tilen Kodrin und Alex Dujshebaev die erste Führung der Gummersbacher (2:1, 4. Minute). Die Gäste traten mit der nötigen Ruhe und Konzentration auf und erhöhten ihren Vorsprung durch den Treffer von Nikola Roganović in der siebten Minute auf 4:2. In der Abwehr erwiesen sich die Oberbergischen als sattelfest, sodass sie im Angriff zu einfachen Toren kamen und ihre Führung während einer sechsminütigen Torflaute der Eisenacher weiter ausbauten (6:2, 11. Minute).

In der Folge kam der ThSV allerdings besser in Fahrt und es entwickelte sich ein Schlagabtausch mit Treffern auf beiden Seiten. Indes mischte sich etwas Hektik ins Angriffsspiel der Gäste, was die Gastgeber mit einem Doppelpack nutzten, um den Rückstand in der 18. Minute auf zwei Treffer zu verkürzen (10:8). Die Eisenacher setzten das Sigurdsson-Team nun verstärkt unter Druck, jedoch fanden die Gummersbacher zunächst stets die passende Antwort, um weiterhin einen Zwei-Tore-Abstand zu wahren. In der Schlussphase der ersten Halbzeit waren es dann jedoch die Gummersbacher, die sechs Minuten lang ohne eigenen Treffer blieben. Nachdem VfL-Keeper Bertram Obling beim Stand von 14:12 in der 28. Minute noch den Anschlusstreffer der Hausherren per Siebenmeterparade verhindern konnte, kam der ThSV nur eine Minute später sogar zum Ausgleich (14:14). Das letzte Tor im ersten Durchgang erzielte Miro Schluroff zum 15:14-Halbzeitstand.

Nach dem Seitenwechsel blieb es ein enges Match, das in der 35. Minute zugunsten der Eisenacher kippte (16:17). Anschließend legte jeweils der ThSV vor, während der VfL nachzog. Erst als Kristjan Horžen und Roganović zweimal in Folge trafen, eroberten die Gäste die Führung zurück (19:18, 40. Minute). In der 44. Minute legte Roganović für seine Mannschaft zum 22:20 nach. Dennoch taten sich die Gummersbacher weiterhin schwer und mussten in der 47. Minute erneut den Ausgleich hinnehmen (22:22).

Die Crunchtime der Partie begann für die Gäste mit einem 23:24-Rückstand und der darauffolgenden Auszeit durch Sigurdsson (49. Minute). Eine Doppelparade von Ignacio Biosca bei gegnerischem Strafwurf ebnete in der 51. Minute den Weg zum erneuten Führungswechsel durch den Treffer von Dujshebaev (25:24), der eine Minute später auch das 26:24 erzielte. Wieder gelang es dem Sigurdsson-Team jedoch nicht, den Sack zuzumachen. Stattdessen fiel in Minute 54 der 26:26-Ausgleich, woraufhin es wieder die Oberbergischen waren, die mit zwei Toren hintereinander erneut die Führung übernahmen (28:26, 57. Minute). Auf den Anschlusstreffer des ThSV zum 28:27 aus Gummersbacher Sicht (58. Minute) folgten Fehler auf beiden Seiten, bevor die Gastgeber mit ihrem letzten Angriff sieben Sekunden vor Schluss den 28:28-Ausgleich erzielten. Im Gegenzug wurde den Gummersbachern mit Ablauf der Spielzeit ein Freiwurf nahe der Außenlinie zugesprochen, den Schluroff spektakulär im Tor unterbrachte. Aufgrund eines technischen Fehlers wurde der Treffer jedoch nach Ansicht der Videobilder aberkannt, sodass die Partie mit einem 28:28-Unentschieden endete.

Das nächste Heimspiel des VfL Gummersbach in der Opel HBL steht am Sonntag, den 25. Oktober, um 18 Uhr an. Am zehnten Spieltag gastiert dann die SG Flensburg-Handewitt in der SCHWALBE arena. Resttickets für die Partie können nach Verfügbarkeit unter vfl-gummersbach.de/tickets/ erworben werden.