VfL feiert im Derby gegen den BHC ersten Heimsieg der Saison
27. September 2026
Mit einem starken Auftritt hat der VfL Gummersbach am frühen Sonntagabend den sechsten Spieltag der laufenden Saison in der Opel HBL erfolgreich bestritten und den Lokalrivalen des Bergischen HC mit 38:30 (21:14) besiegt. Damit feierte die Mannschaft von Chefcoach Gudjon Valur Sigurdsson in dieser Spielzeit ihren ersten doppelten Punkterfolg in der zum 50. Mal in Folge bei einem Bundesligaspiel ausverkauften SCHWALBE arena. Nach anfänglichen Anlaufschwierigkeiten wurden die Gummersbacher mit zunehmender Spielzeit immer stärker und dominierten ab Mitte der ersten Halbzeit die Partie vor 4.132 Zuschauern. Durch den Heimerfolg blicken die Oberbergischen auf ein ebenfalls erstmals in dieser Saison positives Punktekonto von 7:5.
In einer stimmungsvollen Anfangsphase waren es zunächst die Gäste, die besser in Tritt kamen. An das Tor zum 1:0 durch Miro Schluroff schlossen sich gleich drei Treffer des BHC an (1:3, 4. Minute), ehe die Gummersbacher peu à peu die Spielkontrolle übernahmen. Ein 3:0-Lauf durch die Tore von Schluroff, Alex Dujshebaev und Nikola Roganović drehte die Partie nach neun Minuten wieder zugunsten der Gastgeber (5:4). Aus einer konzentrierten Abwehr heraus generierten die Oberbergischen nun zunehmend Ballgewinne und schraubten den Spielstand unter dem tosenden Applaus der Zuschauer bis zur 13. Minute auf 10:6 hoch. Auch die darauffolgende Auszeit des Bergischen HC unterband den Schwung der Hausherren nicht, die mit dem sechsten Treffer hintereinander das 12:6 markierten (15. Minute).
Der VfL blieb auch im zweiten Teil des ersten Durchgangs das dominante Team auf der Platte und zwang den Nachbarn aus Wuppertal und Solingen vermehrt zu überhasteten Abschlüssen. Zudem bot auch Gummersbachs Torhüter Bertram Obling den nötigen Rückhalt, um die solide Führung aufrechtzuerhalten. Nach starkem Ballgewinn von Teitur Einarsson, der sein Verletzungscomeback feierte, verpassten die Oberbergischen in der 23. Minute sogar die Chance, ihren Vorsprung auf sieben Treffer zu erhöhen (16:10). Stattdessen mussten die Gastgeber zwei Gegentore hintereinander hinnehmen, die Sigurdsson zur Inanspruchnahme seiner ersten Auszeit bewegten (16:12, 25. Minute). Seine Mannschaft nahm sich die Anweisungen seines Chefcoachs daraufhin sichtbar zu Herzen und stellte bis zur 28. Minute den Sechs-Tore-Abstand wieder her (19:13). Bis zum Halbzeitpfiff baute Einarsson den Vorsprung gar auf sieben Tore aus (21:14, 30. Minute), ehe Obling in der Schlusssekunde der ersten Spielhälfte den VfL-Fans mit einem gehaltenen Strafwurf ein weiteres Highlight bot.
In die zweite Halbzeit starteten die Oberbergischen motiviert und konzentriert, den Lokalrivalen weiterhin auf Distanz zu halten. In der 36. Minute sorgte Schluroff mit dem 24:16 für den ersten Acht-Tore-Vorsprung seiner Mannschaft, die die Partie nun komplett im Griff hatte. Auch ein zwischenzeitlicher 0:3-Lauf (24:19, 38. Minute) brachte das Sigurdsson-Team nicht aus dem Konzept, das sogleich die entsprechende Antwort parat hatte und selbst drei Tore in Folge erzielte (27:19, 41. Minute). Zwar gelang es den Gästen weiterhin, ihren Rückstand vereinzelt zu verkürzen, jedoch nicht, die Hausherren wirklich in Bedrängnis zu bringen.
Auch in den letzten 15 Minuten der Partie ließen die Gastgeber nichts mehr anbrennen. So rotierte Sigurdsson in seiner Mannschaft unter anderem auf der Torhüterposition durch und brachte Ignacio Biosca für Obling, der sich gleich mit zwei Paraden hintereinander gut in die Mannschaft einfügte und einen erneuten Drei-Tore-Lauf seiner Vorderleute zum 31:23 ermöglichte (49. Minute). Auch Gardar Ingi Sindrason kam in den Schlussminuten zum Einsatz und steuerte den Treffer zum 36:27 und damit zur ersten Neun-Tore-Führung seines Teams bei (57. Minute). Beendet wurde das Derby unter den stehenden Ovationen des Publikums nach 60 Minuten beim Stand von 38:30.
Bereits am kommenden Dienstag, den 29. September, bestreitet der VfL Gummersbach sein zweites Heimspiel innerhalb von nur drei Tagen. Zum Auftakt in die EHF European League gastiert um 18:45 Uhr das polnische Team PGE Wybrzeża Gdańsk in der SCHWALBE arena. Tickets für die Begegnung können unter vfl-gummersbach.de/tickets/ erworben werden.
Trainerstimmen:
Gudjon Valur Sigurdsson (VfL Gummersbach): Ich bin sehr zufrieden, dass wir gewonnen haben und auch, wie wir heute gewonnen haben. In der ersten Halbzeit konnten wir zu einem Zeitpunkt davonziehen und einen Vorsprung ausbauen, den wir dann im zweiten Durchgang gehalten haben. Das war die Schlüsselzeit, in der Bertram gut gehalten und die Abwehr gut gedeckt hat. Der BHC hat es insgesamt gut gemacht, aber wir haben es vor allem im Vergleich zu unseren früheren Auftritten besser gemacht, wenn es darum geht, unsere Chancen aus sechs Metern und über Durchbrüche zu nutzen, wo wir sonst unsere Probleme haben. In machen Situationen im Sechs-gegen-sechs hätten wir selbst mehr Tore machen können, aber mit den 21 Toren in der ersten Halbzeit war ich schon sehr zufrieden. Das klappt nicht immer so. Es tut uns gut, Teitur in der Abwehr zurückzuhaben. Besonders hat es mich heute auch gefreut, dass Gassi sein erstes Tor in der Bundesliga erzielt hat. Das hat man auch daran gemerkt, wie sehr sich die Mannschaft für ihn gefreut hat. Ich wünsche dem BHC viel Erfolg, auch jetzt für den gemeinsamen Start in die European League. Hoffentlich sehen wir dann auch viele Zuschauer hier am Dienstag.
Markus Pütz (Bergischer HC): Glückwunsch zum verdienten Sieg. Wir wissen, dass das die Spiele sind, in denen alles passen muss, damit wir hier etwas Zählbares mitnehmen. Wir sind auch gehandicapt in die Partie gegangen und mussten unsere Abwehr umstellen. Das sind dann eben diese Dinge, die wir in ein solches Spiel mit reinnehmen, die unsere gewohnten Abläufe stören. Trotzdem kamen wir ordentlich ins Spiel, aber dann gab es mitten in der ersten Halbzeit den Bruch und den 0:6-Lauf. Gummersbach hat dann in der ersten Halbzeit elf Tempotore erzielt. Im Sechs-gegen-sechs haben wir es dagegen ordentlich gemacht, aber insgesamt waren es zu viele technische Fehler auf unserer Seite. Unsere Herangehensweise in der zweiten Halbzeit war dann darauf ausgerichtet, etwas herumzuprobieren und neue Spieler einzusetzen. Unsere Gegner auf Augenhöhe werden noch kommen, daher geht der Sieg für den VfL auch in der Höhe in Ordnung.



