Gummersbach hat in Berlin nächstes Topspiel vor der Brust
10. September 2026
Das herausfordernde Auftaktprogramm des VfL Gummersbach in der Opel HBL geht weiter. Am kommenden Sonntag, den 13. September, gastieren die Oberbergischen um 18 Uhr in der Max-Schmeling-Halle bei den Füchsen Berlin. Für die Mannschaft von Chefcoach Gudjon Valur Sigurdsson ist es im vierten Spiel bereits das dritte Aufeinandertreffen mit einem der drei deutschen Champions-League-Teilnehmer in der noch jungen Saison. „Es wird ein sehr hartes und körperliches Spiel, aber wir fahren dahin, um die zwei Punkte mit nach Gummersbach zu nehmen“, äußert sich VfL-Kreisläufer Kristjan Horžen: „Wir müssen unser Spiel über die gesamten 60 Minuten durchziehen und die Chancen, die wir bekommen, nutzen.“
Die Füchse Berlin gehen als amtierender DHB-Pokalsieger und Vizemeister in die neue Spielzeit, haben sich vor dem Saisonstart allerdings in puncto Zielsetzung zurückhaltend gezeigt. So wurde erstmals von den Verantwortlichen keine konkrete Platzierung ausgegeben. Mit Torhüter Dejan Milosavljev und Rückraumspieler Lasse Andersson haben die Hauptstädter zwei absolute Leistungsträger verloren. Im Tor setzen die Füchse fortan auf Routinier Andreas Palicka. Für Andersson, der in den vergangenen Jahren eine wichtige Rolle an der Seite des Welthandballers Mathias Gidsel einnahm, soll dagegen Matthes Langhoff auch im Angriff mehr Verantwortung übernehmen. Kurzfristig verpflichteten die Berliner in der vergangenen Woche zudem für ein Jahr den französischen Nationalspieler Aymeric Zaepfel, der Langhoff in dieser Spielzeit unterstützen soll. Für den kommenden Sommer 2027 haben die Berliner mit den hochkarätigen Transfers von Simon Pytlick und Dika Mem bereits zwei Weltklasse-Spieler fest verpflichtet. Von einem Übergangsjahr will man in der Hauptstadt allerdings nichts wissen. „Berlin ist immer noch eine sehr gute Mannschaft mit viel Qualität. Gerade im Rückraum läuft der Ball schnell, aber sie spielen sich ihre Chancen auch geduldig aus, wenn es nötig ist“, analysiert Horžen.
In der laufenden Saison haben sowohl die Füchse als auch der VfL schon direkte Duelle mit der Konkurrenz aus Magdeburg und Melsungen ausgetragen. Beide Teams mussten sich dabei in Magdeburg geschlagen geben, aber punkteten gegen die MT. Während die Gummersbacher sich jedoch mit einem Unentschieden gegen die Nordhessen begnügen mussten, behielten die Füchse bei ihrem knappen 33:31-Sieg beide Punkte in Berlin. Bevor die Berliner am Sonntag den VfL empfangen, wartet auf sie am heutigen Donnerstagabend mit dem Champions-League-Auftakt bei Partizan Belgrad jedoch noch eine internationale Aufgabe. „In den letzten Jahren waren es immer Spiele auf Augenhöhe gegen Berlin“, erinnert Horžen: „Wir müssen uns unsere Chancen gut rausspielen und dann auch reinmachen.“ Dass das durchaus möglich ist, zeigte am vergangenen Spieltag der TVB Stuttgart, der beim 33:34 gegen die Hauptstädter nur hauchdünn an einer Überraschung vorbeischrammte. „Natürlich kann man auch aus dem, was die anderen Mannschaften machen, immer etwas lernen. Wir werden es analysieren und uns bestmöglich auf Berlin vorbereiten“, so der slowenische Nationalspieler.
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