VfL Gummersbach krönt überragende Saison mit Heimsieg über die Rhein-Neckar Löwen

7. Juni 2026

Mit einem 28:27 (15:12)-Heimsieg über die Rhein-Neckar Löwen hat sich der VfL Gummersbach am Sonntagnachmittag in die Sommerpause verabschiedet. In der zum 47. Mal in Folge bei einem Bundesligaspiel ausverkauften SCHWALBE arena boten beide Teams den 4.132 Zuschauern am letzten Spieltag der Saison einen spannenden Saisonabschluss, wobei die Gastgeber am Ende das bessere Ende für sich hatten. Am Ende wurde Dominik Kuzmanović in seinem letzten Einsatz im blau-weißen Dress zum Matchwinner, als er in den Schlusssekunden bei einem Tor Vorsprung den letzten Siebenmeter der Mannheimer parierte. In der Abschlusstabelle blicken die Oberbergischen auf ein Punktekonto von 50:18 und beenden die Saison 2025/26 in der DAIKIN HBL auf einem starken vierten Tabellenplatz. Für die kommende Spielzeit haben sich die Oberbergischen damit erfolgreich für die Teilnahme an der EHF European League qualifiziert.

In einer ausgeglichenen sowie munteren Anfangsphase brachten die Gäste den VfL nach einer Minute mit 0:1 in Rückstand. Zwei Tore durch Miro Schluroff und Kay Smits sowie eine bärenstarke Parade von Bertram Obling brachten die Gastgeber in der sechsten Minute erstmals in Front (2:1). Es folgten Treffer beider Teams im Wechsel, ehe die Oberbergischen nach etwa zehn Minuten das Spielgeschehen deutlicher an sich rissen und dank dreier Tore hintereinander mit 6:3 in Führung gingen (11. Minute). Die Gummersbacher packten in der Abwehr beherzt und zeigten im Angriff Spielfreude. Der erfolgreich verwandelte Strafwurf von Miloš Vujović untermauerte nach einer Viertelstunde die wachsende Überlegenheit der Gastgeber (8:5).

Eingeleitet durch Obling mit einer weiteren Parade baute Julian Köster in seinem letzten VfL-Spiel in der 18. Minute den Vorsprung seiner Mannschaft auf vier Tore aus (10:6). Für eine kurzzeitig etwas nachlässige Phase bestraften die Löwen den VfL mit einem Drei-Tore-Lauf, der den Abstand auf ein Tor verkürzte (11:10, 22. Minute). Verlassen konnten sich die Blau-Weißen dagegen weiter voll auf Rückhalt Obling, der binnen kürzester Zeit gleich drei Tempogegenstöße und einen freien Wurf vom Kreis sehenswert vereitelte und sich Sonderapplaus von den Rängen verdiente. Bis zur Pausensirene verteidigten die Oberbergischen ihren knappen Vorsprung und gingen mit einem 15:12-Halbzeitstand in die Kabine.

Mit neuem Schwung und besserer Präzision im Abschluss kehrten die Gummersbacher aus der Pause zurück auf die Platte. Während nun zwischen den Pfosten Kuzmanović zum Einsatz kam, hielt das 17:13 durch Lukas Blohme (32. Minute) die Gastgeber auf Kurs. Die Mannheimer ließen jedoch nicht abreißen, sodass sie in der 37. Minute wieder auf zwei Tore (18:16) sowie in der 40. Minute auf ein Tor verkürzten (19:18). In dieser Phase gingen die Hausherren zu fahrig mit ihrem eigenen Ballbesitz und ihren Torchancen um, sodass in der 44. Minute der 20:20-Ausgleich fiel. Nur eine Minute später verhinderte Kuzmanović zunächst noch den Führungswechsel, musste dann aber doch den Treffer zum 20:21 hinnehmen (47. Minute).

Für die Angreifer der Blau-Weißen gab es kaum mehr ein Vorbeikommen an Löwen-Keeper Mike Jensen. In der 51. Minute lagen die Oberbergischen erstmals im Spielverlauf mit zwei Treffern hinten (21:23), antworteten jedoch prompt mit zwei Toren von Schluroff und Tom Kiesler (23:23, 53. Minute). Von den laustarken Fans getragen eroberten sich die Gastgeber in der 57. Minute die Führung zurück, als Schluroff zum 25:24 traf. Da auch die Mannheimer weiterhin dagegenhielten, blieb es ein enges Duell in der Crunchtime. Ein Doppelpack von Kristjan Horžen und Köster sorgte für den Zwei-Tore-Vorsprung (59. Minute), den die Löwen jedoch sieben Sekunden vor Schluss zu egalisierten drohten. Den entscheidenden Siebenmeter beim Stand von 28:27 parierte jedoch Kuzmanović mit seiner letzten Aktion im Tor des VfL und machte damit den Sieg für seine Mannschaft perfekt.

Foto: Philipp Ising