VfL reist zum Topspiel um Platz zwei zum frisch gebackenen Pokalsieger nach Berlin

20. April 2026

Am kommenden Donnerstag, den 23. April, steuert der VfL Gummersbach auf einen besonderen Höhepunkt in der laufenden Saison zu. Um 19 Uhr gastieren die Oberbergischen in der Max-Schmeling-Halle bei den Füchsen Berlin. Nur ein Punkt trennt die beiden Tabellennachbarn derzeit voneinander. Bei einem Sieg kann die Mannschaft von Cheftrainer Gudjon Valur Sigurdsson in der Tabelle nicht nur an den Berlinern vorbeiziehen, sondern würde auch vorübergehend die SG Flensburg-Handewitt überholen, die erst einen Tag später zu Hause gegen die MT Melsungen aufläuft, und damit den zweiten Tabellenplatz erklimmen. „Es erwartet uns eine sehr schwere Aufgabe“, weiß VfL-Kreisläufer Štěpán Zeman: „Berlin ist eine der besten Mannschaften der Welt. Wir müssen am Donnerstag unsere maximale Leistung bringen.“

Mit 44:12 Punkten stehen die Berliner aktuell auf dem dritten Tabellenrang, der unter Umständen für die Teilnahme an der Champions League in der kommenden Saison qualifiziert. Mit einer Tordifferenz von +163 verfügen sie ligaweit über die Bestmarke in dieser Wertung. „Als amtierender Deutscher Meister sind sie vermutlich trotzdem nicht zufrieden mit ihrer Platzierung in der Tabelle“, mutmaßt Zeman: „Trotzdem haben sie bisher starke Ergebnisse in der Champions League erzielt und am Wochenende souverän den DHB-Pokal gewonnen.“ Mit zwei Siegen gegen den TBV Lemgo Lippe (39:36) und den Bergischen HC (42:33) holten sich die Füchse im prestigeträchtigen Lidl Final4 den Titel. In der Champions League steht Ende April das Hinspiel im Viertelfinale gegen den ungarischen Spitzenverein One Veszprém an. In der Liga ließen die Hauptstädter lediglich Ende März beim Auswärtsspiel gegen den Tabellenführer SC Magdeburg Punkte liegen und zeigten ansonsten stabile Leistungen auf höchstem Niveau. „Berlin hat Mathias Gidsel. Das ist einfach ein Spieler, der den Unterschied macht“, betont Zeman. Angeführt vom Toptorschützen der DAIKIN HBL gehen die Berliner weniger ausgeruht, aber dafür mit der Titeleuphorie im Rücken vor heimischer Kulisse als Favorit in die Partie. Dass die Oberbergischen dennoch in der Lage sind, die Berliner zu schlagen, bewiesen sie am vierten Spieltag, als sich das Sigurdsson-Team phasenweise in einen Rausch spielte und in der SCHWALBE arena einen 34:29-Start-Ziel-Sieg feierte.

Nach nunmehr 28 absolvierten Bundesligapartien in der laufenden Spielzeit haben sich die Vorzeichen gegenüber der Partie in der Hinrunde sicherlich geändert, jedoch unterstrichen die Gummersbacher nicht zuletzt dank ihrer beeindruckenden Serie von zuletzt elf Siegen am Stück, dass auch in Berlin mit ihnen zu rechnen sein sollte. „Die Serie ist natürlich super und wir wollen sie weiter fortsetzen, aber das Wichtigste ist das nächste Spiel und die zwei Punkte“, bestätigt Zeman und blickt auf den jüngsten 37:31-Erfolg beim SC DHfK Leipzig am vergangenen Donnerstag zurück. „Gegen Leipzig waren wir in der ersten Halbzeit sehr effektiv im Angriff und haben uns mit unserer guten Abwehr einen Vorsprung erarbeitet, von dem wir in der zweiten Halbzeit profitiert haben“, erinnert sich der Kreisläufer und mahnt: „Gegen Berlin dürfen wir uns nicht mehr die technischen Fehler erlauben wie in der zweiten Halbzeit gegen Leipzig. Berlin bestraft das sofort.“

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Foto: Philipp Ising