Der Kreis schließt sich – Julian Krieg zurück im Trikot der Handballakademie des VfL Gummersbach
19. März 2026
Manche Geschichten im Sport führen zurück zu ihren Wurzeln. Für Julian Krieg zeigte sich das im Februar: Mit 38 Jahren streifte sich der gebürtige Gummersbacher noch einmal das VfL-Trikot über, um seinem Heimatverein in einer schwierigen Phase zu helfen. Für Krieg ist die Rückkehr in die Regionalligamannschaft etwas Besonderes, schließlich begann seine Handballreise genau hier. Mit etwa sechs Jahren kam er zum VfL Gummersbach und durchlief die Jugend des Traditionsvereins. Nach seinem ersten Jahr im Herrenbereich wechselte er 2007 zur SG Schalksmühle-Halver, wo er bis 2010 spielte. Anschließend wagte er den Schritt ins Ausland und lief fünf Jahre für Pfadi Winterthur in der Schweiz auf. Diese Zeit prägte ihn nicht nur sportlich. „Der Schritt in die Schweiz war für meine persönliche Entwicklung sehr wichtig“, sagt der 1,98 Meter große rechte Rückraumspieler. Ein neues Land, mehr Selbstständigkeit und viele besondere sportliche Erlebnisse – darunter auch Spiele im europäischen Wettbewerb – machten diese Jahre unvergesslich. Nach seiner Zeit in der Schweiz kehrte Julian nach Deutschland zurück. Von 2015 bis 2017 spielte er für den HBW Balingen-Weilstetten, anschließend eine Saison beim ASV Hamm-Westfalen in der 2. Bundesliga. Danach ließ er seine aktive Laufbahn noch zwei Jahre in der zweiten Mannschaft des ASV in der Oberliga Westfalen ausklingen. Ganz vom Handball verabschiedete sich der Rückraumspieler jedoch nie – in der vergangenen Saison half er sporadisch auch bei den HBD Löwen Oberberg aus.
Heute steht für den 38-Jährigen vor allem die Familie im Mittelpunkt. Krieg ist verheiratet, Vater von vier Kindern und arbeitet bei der Firma August Rüggeberg GmbH & Co. KG in der Entwicklungsabteilung. Seine freie Zeit verbringt er gerne mit seiner Familie, beim Handwerken rund ums Haus oder beim Schrauben an alten Motorrädern. Auch Musik gehört zu seinen kleinen Auszeiten vom Alltag.
Der Kontakt zum VfL ist nie ganz abgerissen – nicht zuletzt, weil sein Sohn Jaron inzwischen selbst in der U11 der Handballakademie des VfL Gummersbach spielt. Über diesen Weg entstand auch die Anfrage, ob er nicht noch einmal aushelfen könne. „Ich wurde gefragt, ob ich helfen möchte und ein bisschen meine Erfahrung weitergeben kann.“ Besonders beeindruckt ihn dabei das Miteinander im Verein. „Wenn man in die Halle kommt, sind alle freundlich, jeder begrüßt sich – auch so alte Säcke wie mich“, sagt er mit einem Augenzwinkern. Diese Kultur des Respekts und der Gemeinschaft überträgt sich seiner Meinung nach auch auf die jüngsten Spieler. „Das merkt man auch bei meinem Sohn.“
Julian Krieg wird in den kommenden Wochen seine Erfahrung einbringen und den jungen Spielern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Auf diese Weise möchte er die U20 im Abstiegskampf bestmöglich unterstützen.



































