VfL Gummersbach reist zu heimstarken Rhein-Neckar Löwen in die SAP Arena
8. Dezember 2025
Nach dem enttäuschenden 29:29-Unentschieden gegen den Bergischen HC stehen dem VfL Gummersbach in dieser englischen Woche gleich zwei schwere Spiele bevor. Am Donnerstag, den 11. Dezember, gastieren die Oberbergischen zunächst um 20:30 Uhr in der Mannheimer SAP Arena bei den Rhein-Neckar Löwen, ehe am Sonntag, den 14. Dezember, um 18 Uhr die Heimpartie gegen den Tabellenprimus SC Magdeburg folgt. Nach zuletzt zwei Unentschieden in Folge wollen die Blau-Weißen nun wieder doppelt punkten – auch wenn die Aufgabe beim Liga-Achten alles andere als einfach wird. „Die Löwen sind eine sehr gute Mannschaft. Sie stellen eine kompakte und körperlich starke Abwehr mit einem sehr guten Torhüter-Duo dahinter“, betont VfL-Kapitän und Rückraumspieler Julian Köster im Vorfeld der Partie: „Ein Schlüssel wird unser Tempospiel sein!“
Nach zahlreichen Ab- und Zugängen im Sommer befinden sich die Rhein-Neckar Löwen aktuell mitten im Entwicklungsprozess. In den vergangenen Wochen zeigte sich die Mannschaft, die seit dieser Saison von Maik Machulla trainiert wird, in wechselhafter Form und konnte aus den letzten neun Bundesliga-Partien lediglich drei Siege einfahren. Während die Löwen gegen den TVB Stuttgart (38:34), die HSG Wetzlar (30:23) und den HC Erlangen (35:27) gewannen, mussten sie sich dem TBV Lemgo Lippe (22:25), dem SC Magdeburg (24:28), Aufsteiger Bergischer HC (27:30) sowie den Füchsen Berlin (30:33) geschlagen geben. Hinzu kamen zwei Punkteteilungen gegen den THW Kiel (31:31) und FRISCH AUF! Göppingen (30:30). Die Formkurve zeigt dennoch nach oben, denn mit den beiden souveränen Auftritten gegen Erlangen und Wetzlar festigten die Badener zuletzt ihren Platz im oberen Mittelfeld und stehen mit 16:14 Punkten auf Rang acht der Tabelle. Elf der 16 Punkte holten die Löwen dabei in der heimischen SAP Arena, in der sie einzig gegen den amtierenden Deutschen Meister aus Berlin bisher nicht punkten konnten. „Im Sommer gab es bei ihnen einen großen Umbruch. Da ist es logisch, dass noch nicht immer alles perfekt funktioniert. Aber sie haben schon mehrfach in dieser Saison gezeigt, wie stark und gefährlich sie sein können“, weiß Köster. Individuell gehören die Mannheimer traditionell zu den bestbesetzten Teams der Liga. Kreisläufer Jannik Kohlbacher ist mit 86 Treffern sowie einer beeindruckenden Wurfquote von 85 Prozent der treffsicherste Kreisläufer der gesamten Bundesliga. Neuzugang und Spielmacher Haukur Thrastarson führt das Team mit seinem herausragenden Spielverständnis und bereits 79 Assists an – ligaweiter Spitzenwert. Mit Dani Baijens, der nach seiner Zeit in Paris in die Bundesliga zurückkehrte, hat der RNL-Rückraum eine weitere Option mit internationaler Erfahrung. Auf den Außenpositionen verfügen Patrick Groetzki und Tim Nothdurft über Schnelligkeit und einen präzisen Abschluss. Im Tor zählen die Gelb-Blauen auf den Rückhalt von David Späth, der bisher in dieser Saison 146 Paraden verbuchen konnte.
Der VfL Gummersbach geht mit gemischten Gefühlen in die Auswärtspartie. Beim jüngsten Heimspiel gegen den Bergischen HC blieb der große Jubel aus, als das Derby aus Sicht der Oberbergischen enttäuschend mit 29:29 endete. „Natürlich sind wir nicht zufrieden mit dem Ergebnis gegen den BHC. Wir hätten gerne für uns und die Fans zwei Punkte geholt“, blickt Köster zurück und erklärt: „Jetzt müssen wir den Blick aber wieder nach vorne richten und weiterarbeiten!“ Die Gummersbacher wollen in Mannheim wieder an ihre starken Phasen der vergangenen Wochen anknüpfen und mit einer konzentrierten Leistung um Zählbares kämpfen.
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Foto: Philipp Ising



































