VfL spielt Unentschieden und muss bitteren Gang in Liga zwei antreten

Photos: Philipp Ising

Nach 53 Jahren Erstliga-Zugehörigkeit muss der VfL Gummersbach als einzig ununterbrochen verbliebenes Gründungsmitglied den bitteren Gang in die zweite Liga angehen. Auf unfassbar tragische Art und Weise erkämpften sich die Gummersbacher am 34. Spieltag nach zwischenzeitlich vier Toren Rückstand ein 25:25 (13:14)-Unentschieden. Durch den 31:30-Sieg der Eulen Ludwigshafen im Parallelspiel gegen GWD Minden konnten Die Eulen mit dem VfL und Bietigheim nach Punkten gleichziehen. Aufgrund der um einen Treffer besseren Tordifferenz gegenüber den Gummersbachern sicherte sich Ludwigshafen schlussendlich denkbar knapp den Klassenerhalt.

Gleich in den ersten Spielminuten gingen beide Mannschaften aggressiv zu Werke und suchten den Erfolg über eine körperbetonte Abwehrarbeit. Nach dem ersten Gegentreffer durch Siebenmeter in der zweiten Minute erzielte Ivan Martinovic mit einer guten Portion Entschlossenheit den 1:1-Ausgleich (4. Minute). Mit Rückkehrer Drago Vukovic in der Defensive und Carsten Lichtlein im Tor, der in der 10. Minute einen weiteren Siebenmeter der SG parierte, lief es für die Gäste hinten durchaus rund. Im Angriff dagegen ließen die Gummersbacher die Kaltschnäuzigkeit vermissen und Unsicherheiten durchblicken. Erst in der 14. Minute verbuchte der VfL seinen zweiten Treffer. Torschütze zum 2:3-Anschluss war diesmal Pouya Norouzi.

Die Teams boten sich eine Abwehrschlacht, in der kaum ein Zentimeter hergeschenkt wurde. Auch wenn beide Teams nun auch in der Offensive ihren Rhythmus besser fanden, behielten die Bietigheimer knapp die Oberhand. Nach 18 Minuten war es Tobias Schröter, der schön freigespielt von der Außenposition zum erneuten Anschluss traf (5:6). Durch einen No-Look-Treffer von Stanislav Zhukov kamen die Gummersbacher eine Minute später zum 6:6-Ausgleich. Bis zum 8:8 durch Vukovic (20. Minute) ging es Schlag auf Schlag und die beiden Mannschaften blieben gleichauf, ehe die Gastgeber sich wieder mit zwei Toren absetzen konnten (9:11, 23. Minute). Insbesondere Kapitän Vukovic war es nun, der sein Team wieder in die richtigen Bahnen lenkte und die notwendige Coolness in die Aktionen der Gummersbacher brachte. Auf den erneuten Ausgleich durch Florian Baumgärtner zum 11:11 (26. Minute) folgte auch das 12:12 durch Tempogegenstoßtreffer von Marvin Sommer (27. Minute). Bis zum Pausenpfiff blieb es knapp, als Sommer noch einmal Nervenstärke bewies und seinen Siebenmeter zum 13:14-Halbzeitstand verwandelte (30. Minute).

Nach dem Seitenwechsel kamen die Bietigheimer trotz Unterzahl gestärkt aus der Kabine. Nach zwei Fehlwürfen auf Gummersbacher Seite vereitelte Lichtlein die Chance der SG per Siebenmeter mit vier Toren in Führung zu gehen (13:16, 33. Minute). Nur eine Minute später machten es die Hausherren jedoch – auch durch eine doppelte Unterzahl der Gummersbacher begünstigt – besser (13:17). Das erste Lebenszeichen der Gummersbacher auf der Anzeigetafel besorgte Zhukov in der 36. Minute mit dem 14:17. Eine Minute später legte Eirik Köpp einen sehenswerten Treffer zum 15:17 nach. Während der VfL zu verkrampft agierte und die Abstiegsangst deutlich zu spüren war, spielten die Bietigheimer deutlich befreiter auf und setzten sich so erneut mit vier Treffern ab (16:20, 43. Minute).

Die Oberbergischen zeigten auch in dieser Situation Moral und kämpften sich immer wieder auf zwei Tore heran (19:21, 48. Minute), ehe erstmalig in der zweiten Halbzeit der Anschlusstreffer fiel. Zum 21:22 traf Moritz Preuß in Minute 51. Mit einer unbändigen Willensleistung legte Zhukov mit dem 22:22 nach (53. Minute). Eine Parade von Lichtlein nur wenige Sekunden später brachte den Gästeblock zum Beben. Mit dem allerersten Gummersbacher Führungstreffer zum 23:22 drehte Norouzi erstmals die Partie zugunsten der Gäste. Die letzten Minuten wurden zum reinen Nervenspiel. Nach dem 24:24-Ausgleich der Bietigheimer folgte die erneute Führung durch Preuß (25:24, 58. Minute). Nach dem erneuten Ausgleich der Bietigheimer (25:25, 59. Minute) hatten die Hausherren sogar noch die Chance das Spiel für sich zu entscheiden. Die Chance vergab die SG jedoch und so blieb es bei dem Endstand von 25:25, der den Abstieg beider Mannschaften besiegelte.

Auf hochdramatische Art muss der VfL trotz kämpferischer Energieleistung und erstklassigen Fans, die zunächst auf dem Weg nach Bietigheim und dann in der ausverkauften EgeTrans Arena für Gänsehaut-Atmosphäre sorgten, den ersten Abstieg der Vereinsgeschichte hinnehmen.

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