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BM Ciudad Real – VfL Gummersbach 36:31 (18:13)
Die Sensation blieb aus. Das Weltklasseensemble aus Spanien gab sich keine Blöße und gewann souverän die Vereinseuropameisterschaft 2006. Die Ansammlung der besten Spieler der Welt bestrafte jeden Fehler der Gummersbacher gnadenlos, weil auch die eingewechselten Spieler von der Bank keinen Qualitätsverlust brachten, sondern nur neue taktische Herausforderungen für den Gegner. Beim VfL brachten dagegen nicht alle Spieler der ersten Besetzung über sechzig Minuten ihre Topleistung, so stand der Sieger dieses Finales frühzeitig fest. Positiv war sicher der kämpferische Ehrgeiz der Gummersbacher, die nach der Pause sich erfolgreich gegen eine höhere Niederlage stemmten.

Nach dem 0:1 durch Daniel Narcisse machte Ciudads Torwart Arpad Sterbik schnell klar, warum er derzeit vielleicht der beste seines Fachs in der Welt ist. Robert Gunnarssson war es vorbehalten, mit dem 1:2 zum letzten Mal an diesem Abend den VfL in Führung zu werfen. Jonas Källmann kümmerte sich in der offensiven 5-1-Deckung der Spanier erfolgreich um Daniel Narcisse, dem Gummersbacher Angriffsspiel war der Antreiber genommen. Ciudad wechselte durch, brachte mit Petar Metlicic einen Linkshänder, der im Halbfinale gar nicht zum Einsatz gekommen war, und ließ nie in seinem Druck nach. Mit hoher Effektivität wurde jeder Fehlversuch der Gummersbacher im Gegenzug zu einem Treffer genutzt. Über 6:3 (6.), 9:6 (14. ) und 12:8 sorgte der Champions-League-Sieger für klare Verhältnisse. Dann sah der VfL wieder Land, doch trotz einer 6-4 Überzahl konnte nur auf 12:10 verkürzt werden. Daniel Narcisse fast neutralisiert, Alexis Alavanos gegen die körperlich starken Modellathleten von Ciudad überfordert und Momir Ilic war glücklos. So baute der Favorit seinen Vorsprung aus, über 16: 11 schließlich zum Pausenstand von 18:13.

Als zu Beginn der zweiten Hälfte der überragende Rechtsaußen Mirza Dzomba einen Gegenstoß zum 22:15 verwandelte, setzte sich auch VfL-Trainer Alfred Gislason, der normalerweise ständig am Rand seine Mannschaft nach vorne peitscht. Trotzdem kam noch einmal richtig gute Stimmung auf, als der VfL nach zwei Treffern von Robert Gunnarsson auf 22:18 herangekommen war. Doch Ciudad hatte immer eine Antwort parat. In der Mitte der zweiten Hälfte explodierte noch einmal Momir Ilic, nach seinen drei Gewaltwürfen schien die Weltklasseauswahl beim 28:25 plötzlich doch zu wanken. Doch mit einer Zweiminutenstrafe für Gudlaugur Arnarsson war beim 32:27 in der 50. Minute jedem Zuschauer klar, dass die Hoffnungen keine Grundlage hatten. Die kleine spanische Kolonie auf den Rängen setzte sich mit „Eviva Espagna“ durch, das „Viva Colonia“ für 15 108 Kehlen hatte keine Chance. Ciudad war ein würdiger und verdienter Gewinner der Vereins-Europameisterschaft.

Die Statistik zum Spiel im PDF-Format