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TBV Lemgo – Chehovski Medvedi 37:33 (17:20) Das beliebte Kölnarenaritual beendete auch das Aufwärmprogramm für das Finale um die Vereins –EM. Die Fans standen in den letzten Minuten auf und feierten den TBV für eine nicht mehr für möglich gehaltene Steigerung in der zweiten Halbzeit. Der verdiente Lohn der Ostwestfalen war der dritte Platz dieses Turniers um die europäische Klubkrone. Nach dem Pausenrückstand kam Lemgo mit der zweiten Luft und machte ein Tempo, dem Medvedi nicht gewachsen war oder vielleicht nicht gewachsen sein wollte. Wie schon tags zuvor gegen Ciudad Real schienen den schwergewichtigen Russen die Beine immer schwerer zu werden. Dazu zahlte sich ein Torwartwechsel beim TBV aus. Carsten Lichtlein parierte beim 23:23 nicht nur einen Siebenmeter, sondern auch den Nachwurf von Konstantin Igropula. Diese Glanztat hatte Signalwirkung, beim 27:25 führte sein Team zum ersten Mal mit zwei Toren. Medvedi konterte noch einmal zum 28:29 und 29:30 und brach dann in den letzten zehn Minuten völlig ein. Linksaußen Michael Binder mit zwei herrlichen Toren brachte Lemgo endgültig auf die Siegerstraße, Vasily Filippov sorgte mit dem 33:32 Anschlusstreffer für den letzten Hoffnungsschimmer bei den Russen, die anschließend völlig einbrachen. Christian Schwarzer, Asgeir Halgrimsson und noch einmal Michael Binder waren dann für den Knockout verantwortlich. Schon die erste Halbzeit in diesem kleinen Finale bot den Fans allerhand Kurzweil und gehobene Handballunterhaltung, auch wenn es schnell offenkundig war, dass beide Mannschaften aus unterschiedlichen Gründen nicht ihr Potential ausschöpften. Lemgo hatte nur noch zwei Auswechselspieler auf der Bank, da der Isländer Logi Geirsson wegen seiner Schulterverletzung, die er sich im Halbfinale gegen den VfL zugezogen hatte, nicht zur Verfügung stand. Medvedi begann zwar mit der besten Besetzung, aber Trainer Vladimir Maximov machte schnell klar, dass er an diesem Tag experimentieren und nicht alle Karten für das kommende Champions-League-Duell auf den Tisch legen wollte. So wurde Spielmacher Vitaly Ivanov bald durch den nicht weniger agilen Vasily Filippov ersetzt und auch die Rückraumasse Alexej Rastvortsev und Konstantin Igropula schonte der erfahrene Coach in der Abwehr und wollte wohl die Beobachter mit vielen Wechseln verunsichern. Den Zuschauern hatten trotzdem ihren Spaß. Lemgos Trommler gaben den Rhythmus vor und von den Rängen wurden die Ostwestfalen im Klatschmarsch nach vorne getrieben. Das nutzte zunächst aber wenig. Vor allem der wurfgewaltige Rastvortsev war kaum zu stoppen und sorgte mit seinen sieben Toren in erster Linie für einen Dreitorevorsprung, den sich die Russen nach etwa zwanzig Minuten mit dem 11:14 erspielt hatten. Lemgo führte in diesem Abschnitt nur einmal mit 9:8 (15.), ansonsten wurde in der Kölnarena jedem Handballfreund deutlich, welch eine schwere Aufgabe auf den VfL in der Königsklasse wartet. Vfl-Trainer Alfred Gislason dürfte die Manndeckung von Timur Dibirov gegen Markus Baur nicht verborgen geblieben sein, das war wohl der Testfall für eine Variante gegen Daniel Narcisse. Die Statistik zum Spiel im PDF-Format |
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