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Der Freitagabend: “Come Together” im Sportmuseum Der Auftakt der 11. Club-Europameisterschaft hatte den Charakter eines Familienfestes. „Das Deutsche Sport- und Olympiamuseum ist ein schöner Ort – eine Art der Erweiterung des Horizontes, eine Möglichkeit, einmal andere Luft zu schnuppern, wo wir sonst immer in Handballhallen sitzen“, hatte EHF-Generalsekretär Michael Wiederer schon während der Pressekonferenz bemerkt, und tatsächlich fühlten sich die Teilnehmer am frühen Freitagabend sichtlich wohl in dem historischen Gebäude am Rheinauhafen. Das Hallo war schon groß, als nach der Eröffnungs-Pressekonferenz zu einem „Come Together“ im schmucken Ambiente des Museumsfoyers gebeten wurde. Wenn die Handballprofis aus den vier teilnehmenden Teams nicht den ausgestellten Formel 1-Boliden bestaunten, dann hatten sich die verschiedenen Gruppen schnell zusammengefunden. Gummersbachs Keeper Nandor Fazekas fachsimpelte angeregt mit dem Arpad Sterbik, dem „Welthandballer des Jahres“ von Ciudad Real, mit dem er jahrelang beim ungarischen Spitzenklub Fotex Veszprem ein Gespann gebildet hatte – und Goran Stojanovic lauschte gebannt zu, was sein großes Vorbild Sterbik zu erzählen hatte. Mirza Dzomba (Ciudad), der kroatische Olympiasieger und Weltmeister von 2003, freute sich auf das Wiedersehen mit seinem Partner auf Rechtsaußen in der Nationalmannschaft, Vedran Zrnic (VfL). Die jungen russischen Akteure befragten den verletzten Denis Zakharow (VfL) nach seinen Erfahrungen im „Goldenen Westen“. Und natürlich hatte sich auch bald eine große isländische Kolonie gefunden. Die Lemgoer Logi Geirsson und Asgeir Hallgrimsson sowie Olafur Stefansson (Ciudad), Gudjon Valur Sigurdsson und Robert Gunnarsson (beide VfL) spekulierten womöglich schon über ihre Chancen bei der WM im Januar/Februar, wo sie dann auch auf den Gummersbacher Daniel Narcisse (Frankreich) treffen. Und die beiden Trainer Alfred Gislason (VfL) und Volker Mudrow (Lemgo) reflektierten noch einmal die Partie vor zehn Tagen in der Bundesliga. Die Altstars Andreas Thiel und Stefan Hecker plauderten über die Entwicklung in der Torhüterszene. Museumsdirektor Dr. Christian Wacker bestaunte indes die riesigen Körper der Handballprofis. „Das sind aber alles sehr nette Menschen“, sagte Wacker lachend. Nachdem auch der norwegische EHF-Präsident Tor Lian eingetroffen war und eine Rede gehalten hatte, wurde das Bankett eröffnet. Neben einer reichen Auswahl an Salaten (Sportlernahrung) und einer örtlichen Spezialität als Vorspeise (Rheinische Kartoffelsuppe), hatten die Sportler, Trainer, Funktionäre und anwesenden Journalisten die Wahl zwischen Tafelspitz mit frisch geriebenem Meerrettich, Viktoriabarschfilet auf Blattspinat mit Reis sowie einem reichen Pastabuffet. Als die Mannschaften schon gegangen waren, um sich auf das erste Spiel vorzubereiten, wurden unter den Funktionären und Journalisten die neuesten Gerüchte ausgetauscht. Nicht nur Hans-Peter Krämer, als Aufsichtsratsvorsitzender des VfL Gummersbach Gastgeber und souveräner Moderator des Abends, freute sich „über eine wirkliche sehr schöne Veranstaltung“. Auch VfL-Trainer Alfred Gislason verließ das Sportmuseum mit einem breiten Grinsen. Denn Olafur Stefansson hatte ihm einen riesigen Schinken aus Zentralspanien mitgebracht. „Das ist der leckerste Schinken der Welt“, sagte Gislason, „jetzt bin ich ganz sicher. Olafur darf auch weiterhin Kapitän der isländischen Nationalmannschaft bleiben.“ |
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