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Handball-Vereins-EM 2006: Der VfL Gummersbach begrüßt in der Kölnarena die Weltelite des Handballs / Turnier auf höchstem Niveau am 25. und 26.11 in der Kölnarena Am kommenden Wochenende ist die Sportstadt Köln Austragungsort eines der hochkarätigsten Handball-Turniere der Welt. Denn bei der Vereins-Europameisterschaft in der Kölnarena empfängt der VfL Gummersbach mit den aktuellen europäischen Titelträgern das Who is Who der Weltelite: In dem Turnier der Superlative spielen der Champions-League-Sieger BM Ciudad Real (Spanien), der Titelträger des Pokalsiegerwettbewerbs, Chehovskie Medvedi (Russland), der TBV Lemgo (Deutschland) als Sieger des EHF-Pokals und der VfL Gummersbach als Gastgeber um einen Pokal, der in den vergangenen Jahren zu einer der begehrtesten Trophäen für Vereinsmannschaften geworden ist. Dieses Jahr hat der VfL Gummersbach die Ehre, in der Kölnarena Gastgeber des Gipfeltreffens zu sein. Mit dem besonderen Rahmen in Europas Handball-Tempel und dem Rang der Turnierteilnehmer wird die Vereins-EM 2006 zur größten "EHF Men's European Championship for Club Teams" aller Zeiten. Wenn unter anderem mit Ciudad Real die momentan beste Handball-Mannschaft der Welt gegen Chehovskie Medvedi (fast die gesamte die russische Nationalmannschaft) um einen Titel spielt, sind hochkarätige Delegationen der Verbände und zahlreiche TV-Sender mit von der Partie. Mit insgesamt über 30.000 erwarteten Zuschauern wird auch die Publikumskulisse dem Ereignis mehr als gerecht. Der Austragungsmodus Am Samstag, den 25.11., finden die beiden Halbfinals statt: Halbfinale 1: VfL Gummersbach – TBV Lemgo (14:45 Uhr) Halbfinale 2: Ciudad Real – Chekhovski Medvedi Moskau (16:30 Uhr) Am Sonntag, den 26.11., folgen das Spiel um Platz 3 sowie das Finale: Spiel um Platz 3 (Verlierer der Halbfinals) (14:00 Uhr) Finale (Sieger der Halbfinals) (16:00 Uhr) In allen Spielen bis auf das Finale erfolgt die Entscheidung im Falle eines Unentschiedens nach Ablauf der regulären Spielzeit per Siebenmeterwerfen. Im Finale folgt zunächst eine Verlängerung und dann gegebenenfalls ein Siebenmeterwerfen. Die Mannschaften: B.M. Ciudad Real (Spanien) Der amtierende Champions-League-Sieger ist die teuerste und beste Handball-Mannschaft der Welt. Dafür steht mit Präsident Domingo Díaz de Mera der zweitreichste Mann Spaniens. Er hat sogar eine Kaufanfrage seitens Real Madrid mit der nüchternen Aussage gekontert, bevor "die Königlichen" seinen Club kauften, würde er selbst Real Madrid übernehmen. Die Mannschaft der Spanier ist auf jeder einzelnen Position mit den besten Spielern der Welt besetzt. Im Tor steht mit dem Serben Arpad Sterbik der aktuelle "Welthandballer des Jahres", auf Rechtsaußen sorgt mit dem Kroaten Mirza Dzomba der weltbeste Spieler auf dieser Position für athletische und akrobatische Aktionen der Extraklasse. Dem slowenischen Halblinken Siarhei Rutenka sagt man den härtesten Wurf der Welt nach, und den Isländer Olafur Stefansson, den besten Linkshänder der Welt, kennen die Fans noch aus der Bundesliga vom SC Magdeburg. Als Krönung dirigiert das Starensemble mit Talant Dujshebaev ein von vielen Experten als "bester Mittelmann aller Zeiten" eingeschätzter Trainer. Und sollte es zu Ausfällen kommen, kann das Publikum vielleicht sogar erleben, wie der 38-Jährige selbst noch einmal als Spieler in Aktion tritt. Chehovskie Medvedi (Russland) Die "Bären" aus Tschechow bei Moskau stellen bis auf eine Handvoll im Ausland tätiger Legionäre die russische Handball-Nationalmannschaft. Der aktuelle Titelträger des Pokalsiegerwettbewerbs ging nach dem Zerfall der GUS aus dem Armeeclub ZSKA Moskau hervor und wurde von der Trainer-Legende Vladimir Maksimov konsequent an die Spitze der russischen Liga geführt, wo der Elitekader ein recht einsames Dasein führt. Darin, dass Chehovskie Medvedi in Russland ohne echte Konkurrenz ist, liegt das einzige Manko der zu Hause wenig geforderten Truppe. "Der Zar" Maksimov gehört zu den erfolgreichsten Trainern der Handballgeschichte, und er ist immer noch der Mann mit dem größten Einfluss im russischen Handball. Maximov lehrt die klassische russische Schule, so sind große, athletische Spieler im Rückraum selbstverständlich. Der Halblinke Alexej Rastvortsev gehört zu den zentralen Figuren ebenso wie Vitali Ivanov und Vasily Filippov auf der Mittelposition. TBV Lemgo Mit dem EHF-Pokal-Sieger aus Ostwestfalen streitet eine der am prominentesten besetzten deutschen Mannschaften in der Kölnarena um den Titel der Vereins-EM. Das Team von Trainer Volker Mudrow stellte in der Meister-Saison 2002/03 mit 34:0 Hinrunden-Punkten einen sagenhaften Rekord auf – als Resultat der "Schnellen Mitte". Mit der konsequenten Umsetzung dieser modernen Taktik stellte Lemgo die gesamte Liga in den Schatten. Über lange Jahre spielte in Lemgo auch der Kern der deutschen Nationalmannschaft, der "TBV Deutschland" wurde zum hiesigen Musterbeispiel für Blockbildung. Mit Florian Kehrmann und Daniel Stephan (zurzeit verletzt), Christian Schwarzer und Markus Baur hat der TBV Lemgo immer noch mehr deutsche Handball-Stars in seinen Reihen als jeder andere Bundesligist. Dass Volker Zerbe diese Saison nicht mehr im Spieler-Trikot, sondern im Business-Anzug des Managements auftritt, ist indes ein Indikator für den Umbruch. Mit dem deutschen Nationaltorhüter Carsten Lichtlein sowie dem tschechischen Wurfwunder Filip Jicha seien nur zwei von vielen Namen genannt, mit denen die Verjüngung bislang aber bestens gelang. Der TBV Lemgo gehört auch 2006/07 wieder zur absoluten Bundesliga-Spitze. VfL Gummersbach Der VfL komplettiert als Gastgeber den Kreis der Turnierteilnehmer – und rechtfertigt seinen Auftritt mit zwei Halbfinalteilnahmen im EHF-Cup (2005 und 2006) sowie dem Sieg in der Gruppe F der laufenden Champions-League-Saison. Zudem steht der VfL Gummersbach mit seiner stolzen Sammlung von mehr als 26 nationalen und internationalen Titeln wie kein anderer Teilnehmer für große Handball-Tradition, wie auch mit seiner aktuellen Mannschaft und dem Austragungsort Kölnarena für die Zukunft dieses Sports. Die neu formierte und verjüngte Mannschaft von Trainer Alfred Gislason, der mit dem SC Magdeburg die Champions League und auch zwei Mal die Vereins-EM gewann, begeistert mit ihrer modernen Spielweise, die für attraktiven, temporeichen Handball steht. Alfred Gislasons Kader ist gespickt mit Handballern der internationalen Extraklasse wie dem Franzosen Daniel Narcisse, dem Isländer Gudjon Valur Sigurdsson, dem Kroaten Vedran Zrnic und den Torleuten Nándor Fazekas (Ungarn) und Goran Stojanovic (Montenegro). Wie die Spieler der anderen Teilnehmer auch, freuen sich die VfL-Stars auf die Vereins-EM als Vorgeschmack auf die Finalspiele der WM 2007, wo sie mit den jeweiligen Teamkollegen von Ciudad Real wieder in der Kölnarena auflaufen wollen. Daten und Fakten: Tickets und Anreise Am Wochenende rechnen die Veranstalter mit über 30.000 Zuschauern. Die Eintrittskarten aller Kategorien (von 5 – 55 Euro) sind an allen Vorverkaufsstellen sowie über die Hotline 0221-8020 erhältlich. Die Kölnarena öffnet an beiden Tagen 1,5 Stunden vor Beginn des ersten Spiels. Eine frühzeitige Anreise ist dringend zu empfehlen; die angespannte Verkehrslage rund um Köln wird am Wochenende durch eine Teilsperrung des Kölner Autobahnrings noch verschärft. (Aktuelle Informationen zur Verkehrslage bei www.koelnverkehr.de). Über 160 Medienvertreter sind für das Turnier akkreditiert. Die Live-Übertragungen nach Europa erfolgen durch den Sender Eurosport, für den asiatischen Raum übernimmt "Al Jazeera Sport" die Berichterstattung. Eigens für Spanien berichten zwei TV- und ein Radio-Sender live aus der Kölnarena, auch ein russischer TV-Sender ist "on air". Der VfL Gummersbach richtet auf seiner Homepage (www.vfl-gummersbach.de) in Zusammenarbeit mit der EHF für die Vereins-EM ein eigenes Portal ein, auf dem Berichte, Bilder und Hintergrundinfos zum gesamten Turnier zur Verfügung stehen werden. Zudem wird als aktueller Ergebnisdienst ein Live-Ticker angeboten. Das Halbfinale 1 wird im deutschsprachigen Raum bei Eurosport übertragen, das Halbfinale 2 bei Eurosport 2. Eurosport 2 überträgt auch das Spiel um Platz 3, Eurosport das Finale. Das Fachmagazin HANDBALLWOCHE wird nach jeder Begegnung den besten Spieler der Begegnung ehren, die EHF ermittelt den besten Spieler des Turniers, den besten Torhüter und ehrt zudem den Torschützenkönig. Die Gästeliste umfasst das Who is Who des europäischen Handballs. Die Führungsetage der EHF mit Präsident Tor Lian verbringt das Wochenende in Köln, wie viele weitere Promiente auch. Zudem treffen sich am Rande der Veranstaltung die "G 14" des Handballs (u.a. FC Barcelona, THW Kiel), aber auch die Verbände entsenden ihre Vertreter. Es sind 15 norwegische Trainer zu Gast, zudem Delegierte des isländischen Verbands und 50 Spanier. Das Präsidium von RK Celje Pivovarna Lasko reist eigens mit einem Mitarbeiterstab an, um Erfahrungen für die Folgeveranstaltung 2007 in Celje zu sammeln. Die Organisation für das gesamte Wochenende inklusive Fuhrpark, Unterbringung, allgemeiner Logistik und die Vorgänge rund um die Spiele erreicht den Aufwand für die WM-Finalspiele 2007. Von der Unterbringung in Kölner Top-Hotels (Offizielle im Hyatt, Mannschaften im Dorint-Hotel Messe) bis zur Betreuung der Teams durch spanisch- und russischsprachige Guides und der VIP-Hospitality in der Kölnarena findet die Gesamtveranstaltung auf höchstem Niveau statt. Das Preisgeld teilt sich wie folgt auf: 1. Platz: € 35.000 / 2. Platz: € 20.000 / 3. Platz: € 10.000 / 4. Platz: € 5.000 Folgende EHF-Offizielle wurden für das Turnier benannt: Repräsentanten: Tor Lian (EHF-Präsident), Jan Tuik (EHF CC Chairman-Executive Committee Member) Delegierte: Sandor Andorka (EHF Competitions Commission), Leopold Kalin (EHF Competitions Commission) Schiedsrichter: Lazaar / Reveret (FRA), Nachevski / Nikolovski (MKD) Die Historie der Vereins-EM Bevor die European Handball Federation (EHF) 1993 gegründet wurdet, fand das europäische Gipfeltreffen unter der Ägide des Weltverbandes IHF seit 1979 als "Goldcup" statt. Die Premiere gewann seiner Zeit der VfL Gummersbach gegen den TV Großwallstadt – ein Erfolg, den die Oberbergischen 1983 gegen SKA Minsk bestätigten. Seit 1996 wird die "Men's European Championship for Club Teams" jährlich als Wettbewerb der EHF an wechselnden Standorten ausgetragen. 1996 war in Bielefeld der TBV Lemgo Gastgeber, erster Sieger wurde der FC Barcelona, der den Titel des Vereins-Europameisters insgesamt vier Mal errang. Unter den deutschen Teilnehmern konnte sich bislang lediglich der SC Magdeburg in die Liste der Sieger eintragen (2001 und 2002). In den Folgejahren dominierten die Spanier den Wettbewerb, BM Ciudad Real kommt 2006 als Titelverteidiger in die Kölnarena. Der Sieger von 2004, Celje Pivovarna Lasko aus Slowenien, wird 2007 als Gastgeber der Vereins-EM auftreten. Alle Sieger der "Men's European Championships for Club Teams": 1996 - 1999: FC Barcelona (ESP); 2000: Portland San Antonio (ESP); 2001 & 2002: SC Magdeburg (GER); 2003: FC Barcelona (ESP); 2004: Celje Pivovarna Lasko (SLO); 2005: BM Ciudad Real (ESP) |