Home
Daten & Fakten
Die Mannschaften
Ciudad Real
Chehovskie Medvedi
TBV Lemgo
VfL Gummersbach
Spielplan
Historie
|

Vordere Reihe v.l.n.r.: David Davis Camara, Uros Zorman, Jose Javier Hombrados, Arpad Sterbik, Mirza Dzomba, Olafur Stefansson
Mittlere Reihe: Miguel Angel, Lopez, Rolando Urios Fonseca, Trainer Talant Dujshebaev, Raul Gonzales, Julio Fis Rousseduy, Eric Thouzeau, Julio Lezano
Hintere Reihe: Didier Dinart, Carlos Prieto Martos, Siarhei Rutenka, Jonas Källman, Ales Pajovic, Alberto Aguirrezabalaga, Alberto Entrerrios, Jon Belaustegui
BM Ciudad Real
In allen Wettbewerben der Favorit
Es ist noch kein Jahr her, als Señor Domingo Díaz de Mera, Präsident des spanischen Handballclubs Ciudad Real, einen Anruf aus der Hauptstadt erhält. Am Apparat: Ein Vorstandsmitglied Real Madrids, des berühmtesten Fußballvereins dieses Globus. In diesem Telefonat erfährt Díaz de Mera von dem ausdrücklichen Wunsch der Hauptstädter, das große Duell zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona, das neben dem Fußball schon im Basketball die Gemüter erhitzt, nun auch im Handball fortzuschreiben: Man möchte den Club aus der Hauptstadt Kastiliens kaufen. Bevor allerdings der Anrufer nach dem Preis fragen kann, erhält er die Antwort: „Bevor Sie diesen Verein kaufen, werde ich eher Real Madrid übernehmen.“
Denn Díaz ist schwerreich, er ist der zweitvermögendste Spanier. Der Wirtschaftsmagnat herrscht in Kastilien, der Heimat des berühmten Dichters Miguel de Cervantes („Don Quichote“), über ein Netz an Firmen, hat unter anderem einen Flughafen bauen und die Universität der 60 000-Einwohner-Stadt modernisieren lassen. Und er führt einen erst 25 Jahre jungen Club, den man wegen seiner finanziellen Ausstattung als den „FC Chelsea des Handballs“ bezeichnen darf. Mit dem feinen Unterschied freilich, dass Ciudad Real das erklärte Ziel der Londoner, den Gewinn der Champions League, in diesem Jahr bereits verwirklicht hat.
Jedenfalls kann Trainer Talant Dujshebaev finanziell und sportlich aus dem Vollen schöpfen. „Eine Weltauswahl aus der Retorte“, hat kürzlich die fachkundige Neue Zürcher Zeitung nach einem Besuch in Zentralspanien getitelt und geschwärmt von der „ersten Adresse im Clubhandball“. Tatsächlich ist jede Position mindestens doppelt mit Weltklasse-Athleten gespickt. Im Tor steht mit dem Serben Arpad Sterbik der aktuelle „Welthandballer des Jahres“, der die SG Flensburg-Handewitt im Champions-League-Halbfinale im April mit seinen Refl exen verzweifeln ließ; ihn hat Ciudad kürzlich bis 2014 (!) vertraglich an sich gebunden. Auch der zweite Mann, der spanische Nationalkeeper Javier Hombrados, stellt absolute Weltklasse dar. Auf Rechtsaußen spielt mit dem kroatischen Olympiasieger Mirza Dzomba ein Phänomen: Er ist zugleich heißblütiger und doch kalkulierender Profi (er geht im Sommer nach Zagreb zurück und wird durch den französischen Internationalen Luc Abalo ersetzt). Da Dzombas Wurfvarianten schier unerschöpfl ich scheinen, ist er neben Florian Kehrmann der beste auf dieser Position. Ihm gegenüber stehen der Schwede Jonas Källman und der Franzose David Davis.
Noch beeindruckender ist die Klasse im Rückraum. Der wuchtige Slowene Siarhei Rutenka (Halblinks) soll angeblichen den härtesten Wurf dieses Erdballs haben, der spanische Nationalspieler Alberto Entrerrios und der Kubaner Julio Fis (ehemals THW Kiel) stehen ihm kaum nach. Auf Halbrechts verfügt Ciudad ebenfalls über drei Weltklassespieler: Der Isländer Olafur Stefansson, der schon 2002 unter Alfred Gislason die Champions League gewann, ist nicht nur für Gummersbachs Kapitän Sigurdsson „der beste Spieler der Welt beim Umschalten von Abwehr auf Angriff“. Petar Metlicic gehört zu den Schlüsselspielern der kroatischen Nationalmannschaft und verfügt ebenfalls über ein herausragendes Wurfrepertoire. Und Jon Belaustegui kennen die deutschen Handballfans noch aus seiner Zeit beim HSV Hamburg. Am Kreis wühlt sich der hispanisierte Kubaner Urios Fonseca durch, ein kaum zu haltender 110 Kilogramm-Koloss.
Und der Franzose Didier Dinart gilt für das 5:1-Deckungssystem, das Ciudad gern spielt, als einer der weltbesten Profi s im Abwehrzentrum. Auch wenn der Titelverteidiger der Club-EM derzeit mit Verletzungen zu tun hat (der slowenische Mittelmann Uros Zorman etwa fällt lange aus), weswegen Trainer Dushebajev sogar jüngst sein Comeback als Spieler feierte – der Champions League-Sieger ist der hohe Favorit für das Wochenende in Köln.
|
| Talant Dujshebaev |
Die Neue Zürcher Zeitung nennt ihn, der am 2. Juni 1968 im zentralasiatischen Bischkek geboren wurde, „das Jahrhunderttalent aus Kirgistan“. Andere den besten Mittelmann aller Zeiten. Spielerberater Wolfgang Gütschow weiß noch, dass Talant Dujshebaev schon als junger Linksaußen eine neuen Stil verkörperte: „Talant war schon mit 22, als er zum ZSKA Moskau kam, ein Spieler von Weltklasse-Format, der das schablonenhafte System dank Dynamik, Leichtfüßigkeit und Spielwitz veränderte.“
Nach dem Olympiasieg 1992 für die GUS wechselte er ins spanische Santander, gewann dort sofort die Meisterschaft und 1994 erstmals die Champions League. Nach seiner Einbürgerung gewann er fünf Medaillen, Titel blieben dem 158maligen spanischen Nationalspieler (81 Einsätze für GUS und Russland) aber verwehrt. Nach seiner Zeit bei GWD Minden spielte er seit 2001 für Ciudad, seit 2005 trainiert er das Star-Ensemble mit historischem Erfolg: Einen Champions-League-Sieg (2006) im ersten Jahr als Trainer hatte bis dato keiner vorzuweisen. |
| Vereinsdaten |
BM Ciudad Real
Pabellon Quijote Arena
13005 Ciudad Real, Spanien
Internet: www.bmciudadreal.es
Gründungsjahr: 1981 (CB Caserío Vigón) / 1993 (BM Ciudad Real)
Internationale Erfolge:
1999 Finale City-Cup
2000 Viertelfinale EHF-Cup
2002 Pokal der Pokalsieger
2002 3. Platz Vereins-EM
2003 Pokal der Pokalsieger
2003 3. Platz Vereins-EM
2004 Halbfinale Champions League
2004 3. Platz Vereins-EM (Gastgeber)
2005 Finale Champions League
2006 Sieger der Champions League
Nationale Erfolge:
2000/01 Pokalfinale Copa del Rey
2001/02 Vizemeister Liga Asobal
2002/03 Vizemeister Liga Asobal
2003/04 Meister Liga Asobal
2003/04 Finale Copa del Rey
2004/05 Vizemeister Liga Asobal
2005/06 Vizemeister Liga Asobal
|
| Tor |
| 1 |
Jose Javier Hombrados |
07.04.1972 |
ESP |
1,92 |
| 16 |
Arpad Sterbik |
20.11.1979 |
SRB |
2,00 |
| Rückraum |
| 4 |
Julio Fis Rousseduy (RL) |
28.10.1974 |
ESP |
1,94 |
| 8 |
Ales Pajovic (RL) |
06.01.1979 |
SLO |
1,98 |
| 9 |
Jon Belaustegui (RR) |
19.03.1979 |
ESP |
1,95 |
| 10 |
Talant Dujshebaev (RM) |
02.06.1968 |
ESP |
1,83 |
| 11 |
Olafur Stefansson (RR) |
03.07.1973 |
ISL |
1,96 |
| 19 |
Petar Metlicic (RR) |
25.12.1976 |
CRO |
1,94 |
| 22 |
Siarhei Rutenka (RL) |
29.08.1981 |
SLO |
1,98 |
| 23 |
Uros Zorman (RM) |
09.01.1980 |
SLO |
1,91 |
| 24 |
Alberto Entrerrios (RL) |
07.11.1976 |
ESP |
1,92 |
| Außen |
| 5 |
Jonas Källman (LA) |
17.07.1981 |
SWE |
2,00 |
| 14 |
David Davis Camara (LA) |
25.10.1976 |
ESP |
1,85 |
| 15 |
Mirza Dzomba (RA) |
28.02.1977 |
CRO |
1,91 |
| 18 |
Alberto Aguirrezabalaga (RA) |
01.12.1988 |
ESP |
1,82 |
| Kreis |
| 3 |
Carlos Prieto Martos |
02.02.1980 |
ESP |
2,03 |
| 17 |
Rolando Urios Fonseca |
27.01.1971 |
ESP |
1,93 |
| 33 |
Didier Dinart |
18.01.1977 |
FRA |
1,97 |
| Trainer |
| |
Talant Dujshebaev |
|
ESP |
|
|
|