Vereinsgeschichte
Vor 33 Jahren errang die Mannschaft des VfL den ersten Bundesliga-Meistertitel. 1991 konnte die erste Gesamtdeutsche Meisterschaft gefeiert werden. Die Blau-Weissen können auf eine einzigartige Erfolgsserie in der Bundesligageschichte zurückblicken. Auf den nachfolgenden Seiten gibt der VfL einen kleinen Rückblick auf diese Erfolge. Erleben Sie die zum Teil dramatischen Ereignisse wieder neu.
Artikeln aus dem VfL-Magazin:
1967 sorgten die Blau-Weißen des VfL zum erstenmal für Aufsehen in der Welt des Handballs. Mit Bravour starteten sie in den Europacupwettbewerb der Landesmeister. Zeigten sie beim Start in Hälsingborg noch Hemmungen, so fegten sie den Schwedenmeister Göta im Rückspiel vor 6.000 Zuschauern in der Kölner Sporthalle mit 35:15 geradezu vom Parkett.
Das waren die Helden von Dortmund (von links): Schmidt, J. Brand, Bölter, Alberts, Kosmehl, Feldhoff, Kriesten, Müller, Kater, Podak, K. Brand.

1970 scheiterte die deutsche Nationalmannschaft bei der WM in Orleans Sekunden vor dem Abpfiff an der DDR. Nach nur acht Wochen stand der SC Dynamo Ostberlin dem VfL im Endspiel um den Europapokal gegenüber. Unter den Blicken der 14.000 Zuschauer in der Westfalenhalle triumphierte der VfL nach dem 14:11-Sieg mit den Nationalspielern, die in Orleans so enttäuscht das Parkett hatten verlassen müssen.
Stehend von links: Haas, Wrona, Schmidt, Brand, Lingelbach, Kosmehl, Bölter, Dr. Dreischang; von Feldhoff, Westebbe, Kater, Podak, Keller und Braunschweig.

1974 gab es eines der turbulentesten EC-Endspiele. Die Oberberger hatten mit Jo Deckarm zu alter Leistung zurückgefunden. ZSKA Moskau und auch CH Bratislava wurden regelrecht deklassiert. MAI Moskau war aus anderem Holz. Von Seiten Moskaus gab es Zeitstrafen, es wurde "geknüppelt". Dennoch gewann der VfL noch mit ungeahnten Kräften 19:17.
Stehend v. l.: Trainer Frohwein, Haas, Schmidt, Deckarm, Lettgen, Kosmehl, Henseler, H. Brand, J. Brand, Schlagheck, Kleine; vorn: Masseur Fellenberg, Feldhoff, Kiza, Kater, Westebbe, Markser, Jaeger.

1978 gab es einen Sturm der Begeisterung im deutschen Handball-Land. Deutschland wurde Weltmeister und der VfL hatte alleine vier Spieler der Weltmeistermannschaft unter Vertrag. In diesem Jahr gab es auch ein sportliches Tief, daß mit Kampfgeist überwunden wurde. Der VfL erreichte das Finale des Pokalsiegers. Mit Mühe, aber glücklich gewann man das Spiel mit 15:13.
Stehend v l.: Lüdedorf, Haas, Wunderlich, Deckarm, Krokowski, Fey, Westebbe, Nolde, H. Brand, Schlagheck, Kleine; vorn: Siric, Markser, Rauin, Schumacher, Henkels, Schneider.

1982 wurde der Wettbewerb um den IHF-Cup aus der Taufe gehoben. Der VfL war gleich dabei und machte ihn populär.
1983 wurde das erfolgreichste Jahr in der Geschichte. Die Blau-Weißen gewannen alles, was es überhaupt für sie zu gewinnen gab. Deutsche Meisterschaft und DHB-Pokalsieger. Weder Arhus, Prag, noch Barcelona konnten die Oberberger auf dem Weg zum Endspiel der Landesmeister aufhalten. Der VfL schlug die Moskauer im ersten Finale mit 19:15. In Dortmund verlor man zwar mit 13:14, aber der Pokal war gewonnen. Auch im Kampf um den Goldpokal gegen SKA Minsk blieb der VfL mit 17:16 obenauf.
Stehend v. l.: Haas, Wunderlich, Salewski, Fitzek, Hütt, Krokowski, Fey, H. Brank, Dr. Hammann; vorn: Thiel, Dammann, Rauin, Theis, Trainer Ivanescu, Cotrainer Schneider.

1985 gelang es dem VfL Gummersbach zum 10. mal die Meisterschaft für sich zu entscheiden.
1987 konnten sich die VfL Handballer nur mit dem Gewinn des DHB-Pokals noch aus eigener Kraft die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb sichern. In der Liga sah es nach einem verkorksten Saisonstart eher bitter für die Mannen des VfLs aus (Hinspielrunde: 7. Platz). Das Ziel - die Meisterschaft - war in weite Ferne gerückt. Doch der VfL kämpfte und gab sich nicht auf. Die Gummersbacher belegten sogar in der Rückrundentabelle Platz 1 und beendeten Die Saison mit einem starken 3. Platz.
Dabei spielte auch die Leistung des VfL Hintermanns Andreas Thiel eine überragende Rolle. Er meisterte nicht allein 35 Siebenmeter, er verunsicherte mit seinen oft unglaublichen Reflexen die Schützen derart, dass noch 14 weitere Strafwürfe nicht verwandelt werden konnten. Mit nur 454 Gegentoren stellte der VfL Gummersbach die stärkste Abwehr im Spieljahr 86/87.
1988 sorgten eher die anderen vor Saisonstart für Gesprächsstoff und Schlagzeilen. Im TV Großwallstadt werde Meister TUSEM Essen zumindest einen ebenbürtigen Konkurrenten erhalten, hieß es. Schließlich hatten sich die schon gut bestückten Mainfranken durch den Prager Weltklassekeeper Barda, den Nationalmannschafts-Kreisläufer Uli roth und Linksaußen Sahm (beide vom MTSV Schwabing) so verstärkt, dass alle einig waren: Über den TV Großwallstadt führt der WEg zur Meisterschaft. An der Spitze aber, da stürmten die Blau-Weißen des VfL Gummersbach. Topfit und sichtlich bestens motiviert brachte der erstmals als Trainer alleinverantwortliche Heiner Brand seine Mannen mächtig in Trab. Mit acht Siegen in Folge startet der VfL erfolgreich in die neue Saison und konnte am Schluss sogar die Meisterschaft für sich entscheiden.

Ganz Gummersbach bereitete dem Meister einen würdigen Empfang
Einen grossen und würdigen Empfang bereitete die Gummersbacher Bevölkerung bei der Heimkehr des nunmehr elffachen Deutschen Meisters VfL. Immer wieder wurden die Spieler gefeiert. Auch die lokale Politprominenz fehlte nicht, der Bürgermeister, der Landrat. Selbst DHB-Präsident Bernhard Thiele war mit ins Oberbergische Land gekommen, um den VfL zu ehren. 1991 hatte auch der politische Umbruch in der früheren DDR und die sich damit ergebenen Lücken in dem bis dahin so undurchdringlichen eisernen Vorhang für den Sport im Westen unseres Landes Auswirkungen. Noch ehe die Mauer fiel, waren die Aufkäufer bundesrepublikanischer Spitzenklubs unterwegs. Und sie wurden schnell fündig in allen möglichen Sparten und Arten des Sports; auch im Handball. Kaum einer der Erstbundesligavereine, der sich nicht bediente, der nicht freudig zugriff, in der sich so unvermittelt auftuend Pfründe.

Der VfL schaffte in einer spannenden Bundesligasaison im Play-off-Finale gegen den THW Kiel den Titel wieder an sich zunehmen.
Texte aus dem Chronikbuch "Spitzenmannschaft des Welthandballs - VfL Gummersbach", Band 4 von Hans Werheid.
2009 Der VfL gewinnt nach 26 Jahren endlich wieder einen europäischen Titel! Der EHF Pokal 2009 geht ins Oberbergische.
Herzlichen Glückwunsch VfL Gummersbach!

2010 Nach einer sensationellen Saisonleistung schafft der VfL den zweiten europäischen Titel in Folge - Den EHF Cup-Winner's Cup!

EHF Cup-Winner´s Cup Sieger 2010.










